Tänzer des Jahres: Friedemann Vogel

Er ist ein Weltstar, der nie den Boden unter den Füßen verloren hat: das Stuttgarter Ballett. Inzwischen ist er vierzig – und fühlt sich auf der Höhe seines Könnens

Ja, doch, man muss über sein Alter sprechen. Friedemann Vogel ist Anfang August 40 Jahre alt geworden, was man dem gut aussehenden Prinzen mit dem fluffigen blonden Haar kein bisschen ansieht und erst recht nicht auf der Bühne anmerkt. Gerade debütierte er als Kronprinz Rudolf in Kenneth MacMillans «Mayerling» in einer der kräfteraubendsten Partien des dramatischen Repertoires. Parallel dazu lernte er für «Kaash» den indisch getönten Barfuß-Stil Akram Khans. Diese Mischung ist einer der Vorteile, wenn man in Stuttgart tanzt.

 

«Ich bin körperlich so fit, wie ich selten war», sagt Friedemann Vogel: «Bewegung tut meinem Körper gut!» Dafür, dass der seit so vielen Jahren die extreme Beanspruchung so gut wegsteckt, macht der Tänzer die Waganowa-Technik verantwortlich, an die er sich von Jugend an gehalten hat. Selten hat Vogel länger als zehn, zwölf Tage Urlaub gemacht, zu der üblichen Tänzerdisziplin kommt, wenn man so viel unterwegs ist, ein hohes Maß an Eigenverantwortung: «Ich versuche immer, körperlich in Topform zu sein. Das heißt, ich mache jeden Tag das volle Training, alle Sprünge, tanze immer alles voll aus. Mental ist es manchmal schwierig, aber mein Körper muss immer ...

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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Tänzer des Jahres, Seite 126
von Angela Reinhardt

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