sie/ihr oder she/her
das sind meine Pronomina und immer öfter nenne ich sie direkt dazu, wenn ich mich jemandem vorstelle. Das zu normalisieren, gibt trans Personen sowie Menschen, die sich außerhalb eines binären Geschlechtersystems verorten, die Chance, sichtbar zu werden und unangenehme Korrekturen oder Aufklärungsgespräche zu vermeiden. So weit, so einleuchtend. Aber warum ist das relevant für tanz? Im Redaktionsalltag kommen wir mit der-die-das und er-sie-es manchmal nicht weiter.
So zum Beispiel kürzlich: In einem Text wird über eine Person auf der Bühne geschrieben, «sie» wird als Pronomen verwendet – aber was, wenn es sich dabei um eine Person handelt, die sich eigentlich ein anderes Pronomen wünscht?
Die Menschen, über die unsere Autor*innen in einer Kritik schreiben, stellen sich ihnen im Normalfall nicht persönlich vor – und die geschlechtliche Identität ist nicht unbedingt auf den ersten Blick sichtbar. Konsens ist, aus einer Position des Respekts den Künstler*innen gegenüber zu schreiben. Bei wem liegt aber die Verantwortung, ein sogenanntes Misgendern, also das Verwenden von Pronomina, mit denen sich eine Person nicht identifiziert, zu verhindern? Liegt sie bei den Personen selbst, die ...
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Tanz April 2024
Rubrik: warm-up, Seite 1
von Johanna Rau
Noch vor ein paar Jahren wäre ein Strawinsky-Doppelabend eine Nummer sicher gewesen. Heute aber muss sich ein Theater, das «Petruschka» und «Der Feuervogel» auf die Bühne bringt, positionieren: Wie verhält man sich angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine gegenüber der russischen Balletttradition? Das von Xenia Wiest auf überregionale Sichtbarkeit...
SPIN
Wenn kleine Kinder das erste Mal tanzen, dann drehen sie sich im Ringelreihen. Wenn eine Katze sich schlafen legt, macht sie eine eigenartig anmutende Drehbewegung. Und wenn die Wiener Gesellschaft im Walzerschritt wiegend kreiselt … Es wird deutlich, wo diese Argumentation hinführt. Drehungen sind ein wichtiges Element des Tanzes, eine ungerichtete,...
Einen Tanztheater-Topstar wie ihn in die Pfalz zu locken, in ein bislang eher als regional wahrgenommenes Theater, das darf man ruhig als Coup bezeichnen. Alan Lucien Øyen arbeitet ansonsten an der Pariser Opéra oder beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, nun hat ihn Tanzdirektorin Luisa Sancho Escanero für ein abendfüllendes Stück nach Kaiserslautern gelotst....
