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Die Tanzausbildung und -praxis braucht ein Update. «E-Education» heißt das Zauberwort. Das bedeutet: Mehr digitale Power für alle, um die Ausbildungsmethoden ins 21. Jahrhundert zu befördern.

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Wollte man mitten im Zwischenhoch zwischen den unabsehbaren pandemischen Wellen auch mal eine positive Bilanz ziehen, fiele einem zumindest der veränderte Umgang mit digitalen Medien ein. Die Scheu vor dieser Technik ging verloren. Man staunte, «wie beschämend einfach sie funktioniert. Wenn sie denn funktioniert», schrieb kürzlich Gesine Schwan, Mitglied der Grundwertekommission der Sozialdemokraten. Nun hofft sie, Anschluss an die Digital Natives zu finden.

Denn Leute wie Schwan konnten auf einmal Vorträge halten, ohne zu reisen und ohne sich den zeitintensiven Ritualen des sozialen Miteinanders auszusetzen. Was bequem ist, aber ganz sicher das Gegenteil von dem, was die Menschen am meisten vermissten, als sie im Malstrom der Streams und Zooms eine fast manische Sehnsucht nach Haptischem, nach Körperlichem und nach Live-Erlebnissen entwickelten.

Nach einer langen Phase enervierender Online-Sessions bleibt vor allem Schreckliches in Erinnerung: etwa all die Küchen und beengten Wohnräume betrachten zu müssen, in denen Tanzpädagogen und -pädagoginnen ebenso wie die Teilnehmenden ihrer Kurse gegen alle Widerstände des Mobiliars ihrem Beruf weiterhin nachzugehen trachteten. Privacy ...

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Tanz August/September 2021
Rubrik: Praxis, Seite 52
von Arnd Weseman

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