Screening 10/24
DANCE PLUS CITY
Dass der Mensch ein «raumbehextes Wesen» ist, hat schon Oskar Schlemmer erkannt. Wie Bauwerke die Bewegungsweise beeinflussen können, das zeigt die neunteilige ARTE-Reihe «Dance plus City» an signifikanten Beispielen aus den baltischen Staaten, aus Frankreich und in einem Fall aus Kiew.
Wobei man das Städtische im Titel nicht allzu wörtlich nehmen sollte: Es sind eher avantgardistische Architekturen, die zu sehr körperbewusstem Tanzen provozieren, verschlungene Treppenhäuser, die einen schon beim bloßen Anblick zum Schwindeln bringen, und immer wieder Betonmauern, die auf choreografische Art belebt werden wollen. Im Fall des Arvo-Pärt-Zentrums in Laulasmaa, Estland, ist es vor allem die verglaste Natur, die das Draußen und Drinnen zum Einklang bringt und dem Tanz etwas Meditatives gibt. Atemberaubend schön sind die oft sehr kurzen Szenen allesamt und perspektivenreich obendrein. Unbedingt anschauen, und das ab sofort auf ARTE Concert: www.arte.tv
3sat-Mediathek, www.3sat.de
Bis 12. Mai 2025: «Tanz aus Israel», Dokumentation
Bis 13. Nov. 2026: «Medea in Barcelona – Thomas Noones getanzter Mythos», Dokumentation
ARD Mediathek, www.ardmediathek.de
Bis 23. Dez.: «Cr ...
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Tanz Oktober 2024
Rubrik: Kalender, Seite 38
von
Sie kommen von weit her, wie Schatten im Nebel. Sieben Tänzer*innen bahnen sich langsam ihren Weg aus der Dunkelheit hinter der Bühne. Durch sanftes Gleiten entstehen weitbeinig langgezogene Silhouetten. Jede*r Interpret*in setzt einen eigenen Schwerpunkt. Eine Person bewegt sich im Hohlkreuz, eine andere dreht kleine Kreise, und eine dritte scheint unsichtbare...
Dieter Heitkamp war seiner Zeit immer voraus, war meist schneller als andere im Auffangen innovativer Impulse und besitzt die Begabung, neue Ideen ebenso rasant in tanzkünstlerische Projekte, choreografische Kompositionen und Unterrichtsformen zu transformieren.
1957 geboren, studierte er in Berlin Sport und Biologie, ein kunstpädagogisches Studium bei Dieter...
Adieu
Rebecca Horn
33 Schreibmaschinen hängen von der Decke der Hamburger Kunsthalle. Sobald jemand den Raum betritt, beginnen die Maschinen zu klappern, chaotisch, aggressiv, erratisch. Wie ein Insektenschwarm, der plötzlich lautstark um einen herumschwirrt, ohne böse Absicht, aber dennoch beunruhigend. Zumal ein Blindenstock dazu den Takt auf den Fußboden...
