Rollen Reife
Gabriele Naumann-Maerten, viele Menschen hatten zuletzt sehr viel Zeit und haben sich Gedanken gemacht über sich, ihre Karriere, ihre Zukunft. Spürt man die Ergebnisse dieser Zweifel auch in der Praxis des Coaching, bei der Beratung von Menschen, die etwas bei sich oder in ihren Firmen ändern wollen? Alle Menschen, wenn sie in Veränderungsphasen sind, fragen sich: Wie weiter, was will ich wirklich, was will ich noch? Was soll, was kann anders werden? Kann ich überhaupt etwas ändern? Auf einmal war eine ganze Gesellschaft in diese Fragestellung involviert.
Die eigenen Haltungen finden nicht mehr so einfach Halt. Jeder war zurückgeworfen auf die Frage: Was geht noch? Wohin kann ich mich bewegen? Kann ich so überhaupt noch gestalten? Sollte ich vielleicht etwas ganz grundsätzlich ändern? Dabei ist, auch wenn es so nicht den Anschein hat, ein offener Raum entstanden, in dem sehr vieles möglich ist. Man muss nicht mehr immer nur so weitermachen wie bisher.
Fühlt sich dieser offene Raum eher gut oder eher schlecht an? Das fühlt jeder Mensch anders. Menschen, die ausgebrannt sind, und das ist in den Künsten und im Tanz durchaus öfter der Fall, Menschen, die sich von Projekt zu Projekt ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2020
Rubrik: Jahrbuch 2020, Seite 106
von Arnd Wesemann
Augsburg, Staatstheater S. 41
Basel, Kaserne S. 115
Berlin, Staatsballett S. 19
Berlin, Stiftung Tanz S. 149
Bern, Konzert Theater S. 93
Bielefeld, Theater S. 47
Bremen, Theater S. 114
Chemnitz, Städtische Theater S. 109
Detmold, Landestheater S. 111
Dortmund, Theater S. 75
Dresden, Sächsische Staatstheater Umschlagseite 2
Düsseldorf/ Duisburg, Deutsche Oper am...
Alles bleibt in dem Zustand, in dem sich nichts befand, bevor die Corona-Krise eine Korrektur unserer Umweltwahrnehmung vornahm. So paradox es klingen mag, man muss die Katastrophen begrüßen, die uns zwingen, neu auf das Eingefahrene zu schauen. Ohne Anlass fällt es uns besonders schwer, die Strukturen, in denen wir leben und arbeiten, zu verändern.
Aus der Angst...
Danach gefragt, was so bleiben sollte, wie es ist, und was sich innerhalb und außerhalb des Theaters ändern müsste, würde ich gerne mit einer Gegenfrage beginnen: Wer sagt eigentlich, dass wir uns ändern müssen? Veränderung – die unwiderlegbare Konstante in unser aller Leben – kann niemals erzwungen werden, sonst würden wir ihr nämlich mit Sicherheit zum Opfer...
