Robert Battle

16 Tanzschaffende denken darüber nach, was Heimat für sie persönlich bedeutet

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Für mich als Privatmensch bezeichnet Heimat etwas Vertrautes und Beruhigendes, das keineswegs die Form eines Gebäudes oder Konstrukts haben muss. Heimat kann das Gefühl von Behaglichkeit und innere-r--- -Ruhe bedeuten. Als Künstler verstehen wir Heimat gewissermaßen als unser Zentrum. Tänzerinnen und Tänzer sind ja ohnehin stets auf der Suche nach ihrer Mitte – allerdings nur, um sich dann auch gleich wieder von ihr entfernen zu können. Heimat also als Basis. Und wenn ich nach Hause komme, kehre ich in mein Zentrum, meine Mitte zurück. Dorthin, wo mein Ursprung ist.

Heimat muss etwas Starkes, Beständiges sein, damit man sie verlassen und doch jederzeit zu ihr zurückkehren kann. Das hat mit Vertrauen und Vertrauensvorschuss zu tun. Jedesmal wenn du einen Schritt tust, führt dich dieser ein Stück aus deinem Zentrum hinaus. Und genau das ist es, was das Tanzen und jedwede Kunstausübung so aufregend macht. Ich habe Tänzerinnen und Tänzern immer gerne gesagt: «Wenn ihr einen Arm in die Luft streckt, vergesst nicht, dass er ein Teil von euch ist, dass er irgendwo herkommt.» Die Besonderheit dieser Energie und der Denkprozess, der deinem Zuhause, deinem inneren Kern entspringt und dann ...

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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Identität, Seite 113
von Robert Battle

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