Reise ins Unbekannte
«Giselle» ist der romantische Klassiker schlechthin: Winzermädchen verliebt sich in Adligen, erkennt seinen Betrug, stirbt des Wahnsinns und spukt fortan durch ein Geisterreich untoter Frauen – bis es schlussendlich den Galan vor der tödlichen Gefahr durch die Zombies bewahrt. So weit in aller Kürze die Handlung des 1841 in Paris uraufgeführten Zweiakters, der vielfach neu aufgelegt wurde.
David Dawsons Version von «Giselle» gehört dank der zeitgenössisch ausgerichteten und gleichwohl traditionstreuen Choreografie seit der Premiere 2008 zu den Bestsellern des Repertoires beim Semperoper Ballett in Dresden. Natürlich gibt es bei so langer Spieldauer immer wieder neue Besetzungen, was dazu führt, dass man auch immer wieder neue Facetten und Aspekte der Inszenierung und ihrer Figuren entdeckt. So auch jüngst, als die russische Starballerina Maria Kochetkova als Giselle in Dresden debütierte. Ihr zur Seite: Jón Vallejo als Albrecht – ebenfalls ein Rollendebüt. Und siehe da: Die beiden geben ein ideales Paar, so wie es sich David Dawson vorgestellt haben mag, der die Idee hatte, Kochetkova und Vallejo zusammenzuspannen. Allerdings war es zunächst die Ballerina, die – bislang dank ...
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tanz
Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
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Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion
Sofie Goblirsch, Hartmut Regitz, Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung), Arnd Wesemann
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
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