New York City

Fantastische Choreografien: Kyle Abraham und Aszure Barton exzellieren, Martha Grahams 100-jährige Dance Company auch

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Kyle Abraham mischt den Wortschatz des Tanzes auf, indem er Schwarze Idiomatik ins Ballett einfließen lässt und das klassische Genre damit in die Gegenwart holt. In «Cassette Vol. 1» gönnte er Taylor Stanley, Principal Dancer beim New York City Ballet (NYCB), eine wunderbare Szene. In Zeitlupe pustete ein Ventilator in kitschiger Hollywood-Manier Stanley ins (falsche) Lockenhaar: ein absoluter Glanzauftritt.

Auch am «Spring is Blooming»-Tag im Rockefeller Center raubte Abrahams Solo-Choreografie «to be seen» dem Publikum den Atem – nicht zuletzt dank des begnadeten Principal des American Ballet Theatre (ABT), Calvin Royal III, der zu den Klängen von Ravels «Boléro» mit einer geschmeidigen Fusion aus klassischer Linie und lokaltypischem Swagger begeisterte.

Das 92NY (vormals 92nd Street Y) bestückte sein gesamtes Jahresprogramm mit Choreografien von Frauen. Die Reihe trug den Titel «Women Move the World» und gipfelte in einer bejubelten Performance alter und neuer Arbeiten von Aszure Barton – ein Abend, der den produktiven und unerschrockenen künstlerischen Geist der Kanadierin unter Beweis stellte und zeigte, dass die Choreografin gegenwärtig zu den aufregendsten Vertreterinnen ...

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Tanz Jahrbuch 2026
Rubrik: Parkett International, Seite 160
von Wendy Perron

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