Lückenschluss
Tanz und Theater für ein junges Publikum hat es in der öffentlichen Wahrnehmung nach wie vor schwer. Auch wenn die meisten Akteure sich mittlerweile qualitativ und ästhetisch nicht hinter den großen Geschwistern zu verstecken brauchen und auch das Interesse beim Publikum ungebrochen groß ist, fehlt es doch meist an Aufmerksamkeit für diese Kunstform für die Kleinen und Kleinsten. Umso schöner, dass jetzt ein Akteur die «Ehrung für herausragende Entwicklung» im Rahmen des «Deutschen Tanzpreises» bekommt, der sich explizit an dieses junge Publikum richtet.
Wobei Akteur im Grunde schon das falsche Wort ist: «explore dance» ist ein Netzwerk (tanz 12/23), zu dem sich 2018 «K3 | Tanzplan Hamburg», «fabrik moves» Potsdam und «Fokus Tanz» München zusammengeschlossen haben, 2022 kam dann noch Hellerau in Dresden dazu. Möglich wurde dies durch die gemeinsame Förderung von Bund, Ländern und Kommunen im «Tanzpakt Stadt-Land-Bund», die zwar 2023 auslief, aber zumindest die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien hat ihre Förderzusage für 2024 noch einmal gehalten. Im Lauf der Jahre entstanden 24 mobile Pop-Up-Produktionen und zehn Bühnenproduktionen, die an über 265 Orten gezeigt wurden und ...
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Tanz Oktober 2024
Rubrik: Tanzpreis, Seite 48
von Torben Ibs
Auditions
Carte Blanche, The Norwegian National Company of Contemporary Dance in Bergen
Audition for dancers to work with the company from August 2025. Application deadline: 1 November The audition in Bergen is by invitation only; www.carteblanche.no
Studium
Hochschule der Künste Bern
Master of Arts in Theater: «Acting for Screen & Digital Media»
Studienbeginn:...
Otero ist punk. Sie ist Kult. Und der Begriff der «Tanzautorin» passt auf sie wie auf niemanden sonst. Otero bringt ihre eigenen Texte zum Tanzen. Texte, die das surreale, dramatische, emotional chaotische und oft obsessive Gefühls-, Berufs- und Liebesleben der Argentinierin verhandeln und gleichzeitig neu erfinden. So verweist sie Trennlinien zwischen...
Irgendwie gehört der Mann hierher, nach Paris. In Israel geboren, lebt er zwar seit Langem in Großbritannien. Trotzdem kehrt er regelmäßig zurück in die französische Kapitale, um mitten in ihrer bauhistorisch beschwingten Kulisse Stücke zur Uraufführung zu bringen, die der Gegenwart empfindlich auf den Zahn fühlen. Derart mitleidlos, dass es beim Zusehen schmerzt....
