La Fiesta
Flamenco ist eine traditionelle Kunstform. Je stärker eine Tradition ist, umso mehr Tabus gibt es. Der Flamenco-Avantgardist Israel Galván musste auf seinem Weg entsprechend viele Tabus brechen. Eines nach dem anderen. Heute wird er in einem Atemzug mit den großen Tänzern und Choreografen der Tanzgeschichte genannt. Er beschäftigt Tanzwissenschaftler, Philosophen, Schriftsteller, Filmemacher, Doktoranden. Er wird zu den bedeutendsten Tanzfestivals der Welt eingeladen.
«Ya no es cuestión de gustos» – die Frage, ob sein Stil gefällt oder nicht, ist kein Thema mehr, seit er sich als Neuerer einen Namen gemacht hat. Bei «Tábula rasa» (2009) trennte er Musik, Stimme und Bewegung. Bereits mit «Solo» (2007) erwies er sich als ausgesprochen radikal: Auf der Tanzfläche ein Stuhl, ein großes Tamburin, eine Metallplatte, ein Viereck mit Sand und eines, das mit Mehl und Babypuder gefüllt ist – und dann gibt es da 40 Minuten lang einzig und allein ihn, Israel Galván.
Sprung ins Nichts
Bereits mit seinem ersten eigenen Stück «¡Mira! Los zapatos rojos» (in Anlehnung an Hans Christian Andersens Märchen «Die roten Schuhe») erschütterte der damals 25-Jährige 1998 die Flamenencowelt. Indem er die ...
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Tanz Juli 2017
Rubrik: Produktionen, Seite 19
von Susanne Zellinger
Der Clown des Großvaters war der tolldreiste Anarchist (man denke an Keaton oder Chaplin). Auch der Clown des Vaters, wie der letztes Jahr verstorbene Clown Dimitri, hat der Figur noch ein Lachen entlockt (tanz 10/16). Der Clown der Kinder heute aber ist böse, so böse, dass ein Würzburger Gericht zwei Horror-Clowns unlängst wegen gefährlicher Körperverletzung...
Ausschreibungen
Einmal jährlich präsentiert «POOL – Internationales TanzFilmFestival Berlin» im Dock 11 Tanzfilmproduktionen aus aller Welt und ist Treffpunkt Kreativschaffender aus Tanz, Film sowie der Fashion- und Werbeszene.
Einsendeschluss: 17. Juli
www.pool-festival.de
K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg is offering three residencies to...
Spitzenklasse sind sie immer gewesen, die Ailey-Tänzer: technisch stark, physisch muskulös und dramatisch expressiv – egal, was sie gerade tanzten. Unter der Leitung des Choreografen Robert Battle hat sich das Niveau des Repertoires endlich an das der leistungsstarken Tänzer angepasst. Auch wenn das erhebende «Revelations» von 1960 nach wie vor ein Highlight...
