Kundry und ihre Schwestern
Als Rena Butler an diesem kühlen kalifornischen Morgen durch das Marmorfoyer des War Memorial Opera House von San Francisco schreitet, strahlt sie eine angenehme Wärme aus. Sie trägt ein schwarzes Tanktop, Armyhose, schwarze Boots, ist groß, hat lange Arme und Beine, ein schmales Gesicht, kurz: Sie wirkt immer noch wie jene kraftvolle Tänzerin, die einst in Stücken der New Yorker Choreografen Kyle Abraham und Bill T. Jones die Bühne beherrschte.
Auch wenn sie in den zurückliegenden zehn Jahren selbst im Studio vorne gestanden und andere angeleitet hat: nämlich als eine der derzeit gefragtesten Tanzschaffenden in den Vereinigten Staaten.
Exzellent vernetzt
Eigentlich arbeitet sie gerade an einer riesigen Neuproduktion von Wagners «Parsifal» an der San Francisco Opera mit, doch an diesem Tag hat sie sich freigenommen vom Choreografieren. Ihre leuchtend grün lackierten Fingernägel akzentuieren ihre Gesten, während sie sich auf einem samtenen Sessel niederlässt. Es scheint niemanden in der Tanzszene an der Westküste zu geben, den diese Frau nicht kennt:
Eben erst hat sie neue Stücke für das Pacific Northwest Ballet in Seattle sowie für SFDanceworks und Eight/Moves, beides ...
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Tanz November 2025
Rubrik: Menschen, Seite 22
von Rachel Howard
Auditions
GöteborgsOperans Danskompani, Gothenburg, Sweden
is seeking highly skilled dance artists with refined artistry who can contribute to the creative processes within the company’s diverse and dynamic repertory.
Auditions: 14, 15 February 2026 Application deadline: 2 November For more information and application: www.opera.se/en/audition
Fortbildungen
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Ein Mann in weißer Jeans und weißoranger Trainingsjacke legt mühevoll die Strecke entlang der weißen Backsteinwand am hinteren Bühnenrand des Schauspielhauses Wien zurück. Seine Bewegungen schwanken zwischen sorgfältiger Körperbeherrschung, über die er dank jahrelangen Trainings sichtlich verfügt, und Loslassen – der Hingabe an die Gesetze von Trägheit und...
Newcomer
Amit Noy
Amit Noy weiß seine Wurzeln zu entflechten, und das allein ist beeindruckend. Noy kam in Hawaii zur Welt, als Sohn einer Mexikanerin und eines Israelis. Da ging es los: mit Hula. Als er zehn Jahre jung war, zog die Familie nach Neuseeland, wo Noy plötzlich jeden Montag zum israelischen Volkstanz ging. «Aber wir waren die einzigen Juden», lacht...
