Ives Thuwis
Am liebsten arbeitet er mit Laien – mit Kindern und Jugendlichen. Denn er will keine Kunst machen, sondern Spaß haben. Sagt er. Ives Thuwis stapelt schon mal ein bisschen tief. Denn seine Produktionen mit der Jugend – seit 2000 sind es acht an der Zahl – sind auch seine besten. Wie zum Beispiel «adieu», das aus einem Work-shop am Forum Freies Theater in Düsseldorf entstand. Es ist ein so bewegendes wie kraftvolles Tanztheater über das Sterben. Ein Erfolgsstück, preisgekrönt und u. a. zur Tanzplattform Deutschland 2006 geladen, das nicht nur junge Leute vom Hocker hob.
Oder «Brief». Oder jüngst «Sehnsucht», wieder formuliert in Thuwis’ assoziativer Bildersprache und chorischen Tanzszenen, die zielsicher auf den Bauch gerichtet sind. Der Belgier weiß die Direktheit und unverbrauchte Energie seiner Darsteller für die Bühne zu nutzen. Seine Arbeiten atmen Lust und Leidenschaft, ein frisches Lebensgefühl, das unmittelbar ins Publikum weht. So was kann natürlich nur einer, der auch mit 43 Jahren jungenhaft lachen kann. Ives Thuwis ist tolerant, geduldig und nachsichtig. Jugendbedingte Unzuverlässigkeiten nimmt er mit Humor, von seinen Ansprüchen aber weicht er keinen Millimeter ab. ...
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