Iván Pérez «Silk»
As Smooth as silk! Mit dem kostbaren Gewebe einher gehen hohe Erwartungen, Neugier und Vorfreude auf den neuen Tanzabend des Dance Theatre Heidelberg, der im Pressetext insbesondere die Fusion von Tanz und Mode verspricht.
Inspiriert von Textur und Eleganz von Seide, muss die bewährte künstlerische Kollaboration zwischen Ballettchef Iván Pérez und dem spanischen Modedesigner Alejandro Palomo (2018 hatten sie «The Male Dancer» in Paris herausgebracht) doch zu einer alle Sinne betörenden Produktion führen! Aber nur 70 inhaltsleere Minuten später, die tänzerisch Redundanz und Minimalismus inkorporieren, entpuppt sich das Konzept zur Erforschung der Seide als choreografische Bankrotterklärung.
In der verbal behaupteten künstlerischen Vision der Transformation, der Selbstentfaltungs-Reise, der Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling sowie der historisch komplexen Seidenproduktion hätte reichlich dramaturgisch-choreografisches Potenzial gesteckt. Das Ergebnis lässt sich jedoch wie folgt beschreiben: Yoga-Gruppenstunde für Fortgeschrittene plus Eurythmie-Reigen zu rhythmisierendem Sound, der traditionellen Seiden-Webstühlen nachempfunden wurde (Miguelángel Clerc Parada). Passend ...
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Tanz April 2024
Rubrik: Kalender, Seite 36
von Renate Baumiller-Guggenberger
Sage mir, was du über Yoko Ono denkst, und ich sage dir, wer du bist. Eine Meinung zur heute 91-Jährigen haben Viele, und oft ist diese Meinung nicht ganz fair: Eine Möchtegernkünstlerin sei Ono, die so unverständliche wie bedeutungsschwangere Performances fabriziere, eine Aktivistin von himmelschreiender politischer Naivität, eine Hexe, die durch die Heirat mit...
Deutschland
Augsburg Theater «The Fairy Queen», Ballettoper von Henry Purcell. martini-Park, 13. April «Dimensions of Dance. Part 5», dreiteiliger Ballettabend mit Choreografien von Andonis Foniadakis, Douglas Lee und Young Soon Hue-Simon. martini-Park, 21., 26. April, 9., 12. Mai www.staatstheater-augsburg.de
Berlin
Acker Stadt Palast «The Most Beautiful Name of...
Das literarische Genre True Crime ist höchst populär und auf allen medialen Kanälen verfügbar. Demis Volpi, scheidender Chef des Ballett am Rhein, hält die Gattung, die reales Leid als Unterhaltungsstoff verkauft, für sehr fragwürdig. Für seinen neuen Abend «True Crime», der das Phänomen kritisch beleuchtet, fand er zwei Gleichgesinnte: Andrey Kaydanovskiy und die...
