Einstein-Professur
Die Choreografin, Regisseurin, Performerin und Sängerin Claire Cunningham, Aktivistin für die Belange Behinderter und Trägerin der Ehrung des «Deutschen Tanzpreises 2021» (tanz jahrbuch 2018; tanz 11/16 und 10/21) wurde zum Wintersemester 2023/24 auf eine «Einstein-Profil-Professur» in Berlin berufen. Mit solchen Professuren für zunächst fünf Jahre unterstützt die Einstein-Stiftung Berlins Universitäten und die Charité, die Forscher*innen «auf internationalem Spitzenniveau» aus dem Ausland an ihr Haus holen wollen.
Bislang gibt es zehn solche Professuren, in Fächern wie Psychologie, Neurowissenschaft, Biophysik, Politik, aber auch schon in der Kunst: Ai Weiwei hatte sie 2015 an der Universität der Künste Berlin (UdK) inne. Zum ersten Mal geht eine Einstein-Profil-Professur nun ans Hochschulübergreifende Zentrum Tanz, um so, wie es in der Pressemitteilung heißt, die beiden Trägerhochschulen UdK und Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch einzubinden, «mit dem Ziel, inter- und transdisziplinäre Projekte zu entwickeln, an deren inklusivem Ansatz weitere künstlerische Studiengänge partizipieren können», aber auch Studiengänge außerhalb dieser Hochschulen. Der Titel für das ...
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Tanz August-September 2023
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Melanie Suchy
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Am Ende fliegt Glitterregen über den asketischen Buddha-Tänzer und verwandelt die Bühne in ein wahrhaft unasketisches Glittermeer. Das paradoxe Bild beeendet «Koreality – (K)eine Geisterbeschwörung» von Bodytalk, das koreanische Selbst- und Fremdbilder in energetischer Weise zusammenbringt. Choreografin Yoshiko Waki und Produzent Rolf Baumgart haben mit dem...
Hackesche Höfe, Anfang der 90er-Jahre. Die Treppenhäuser sind verfallen. Manche Räume gesperrt. Irgendwo dort zeigt die Choreografin Sasha Waltz gemeinsam mit der Tänzerin Takako Suzuki eine kleine Arbeit, «Bungalow». Die beiden kämpfen mit einer Kühlschranktür und anderen sich selbstständig machenden Objekten. Alltag, ins Surreale überdreht. Überraschend, komisch,...
