#blacklivesmatter
Ein perfekter Sturm ist ein besonders heftiger Sturm, der aus einer seltenen Kombination ungünstiger meteorologischer Faktoren entsteht; im übertragenen Sinn ist er ein besonders schlechter oder kritischer Zustand, der sich aus einer Reihe negativer und unvorhersehbarer Faktoren ergibt. Die Welt erlebt gerade einen perfekten Sturm. Die derzeitige US-Regierung hat die Elastizität der amerikanischen Verfassung bis an ihre Grenzen ausgereizt. Covid-19 wirft ein grelles Licht auf das wachsende Wohlstandsgefälle und die Ungleichheit bei der Gesundheitsversorgung in einer zweigeteilten Nation.
Der Lockdown hält einen zu Hause gefangen, in Angst und Frustration. Draußen zerschlagen Massensterben, Arbeitslosigkeit und Ungewissheit die Welt, wie wir sie kannten. Zuletzt kam die eklatante und unverzeihliche Verwerflichkeit eines unter weißer Vorherrschaft gediehenen historisch-institutionellen Rassismus dazu, wie ihn Polizei und einfache Bürger durch mehrere Morde an Schwarzen an den Tag gelegt haben:
Der friedliche Jogger Ahmaud Arbery, der von Vater und Sohn, Gregory und Travis McMichael, verfolgt und getötet wurde, während William Bryan filmte – einen Lynchmord. Die schlafende Breonna ...
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Tanz Jahrbuch 2020
Rubrik: Jahrbuch 2020, Seite 100
von Theresa Ruth Howard
Zum Auftakt möchte ich den Soziologen Bruno Latour zitieren mit einem Statement, das er im März 2020 veröffentlicht hat: «Wir müssen gerade jetzt dafür kämpfen, dass die wirtschaftliche Erholung nach der Krise das alte Klimaregime nicht wiederherstellt, gegen das wir bisher vergeblich gekämpft haben. Die Gesundheitskrise ist in etwas eingebettet, das keine Krise...
Danach gefragt, was so bleiben sollte, wie es ist, und was sich innerhalb und außerhalb des Theaters ändern müsste, würde ich gerne mit einer Gegenfrage beginnen: Wer sagt eigentlich, dass wir uns ändern müssen? Veränderung – die unwiderlegbare Konstante in unser aller Leben – kann niemals erzwungen werden, sonst würden wir ihr nämlich mit Sicherheit zum Opfer...
Mit Sicherheit kommt es darauf an, zu welchem Zeitpunkt in der künstlerischen Laufbahn einen der Shutdown erwischt hat. Mich hat er nach 25 Jahren Freelancing erwischt, just in einem Moment, in dem ich mich mit Top-Kompliz*innen etwas traue, nämlich große Gemeinschaften von Künstler*innen einzuladen für choreografisch-musikalische Fresken auf der Bühne oder, wie in...
