Bepreist
Mit dem «Gouden Zwaan», dem Oscar des niederländischen Tanzes, ist Hans van Manens langjährige Muse ausgezeichnet worden: Igone de Jongh bekam die nicht alljährlich verliehene Auszeichnung für ihren herausragenden Beitrag zum niederländischen Tanz. Ausgebildet in Amsterdam und London, stieß die außergewöhnlich musikalische Ballerina zu Het Nationale Ballet und hat dort seit ihrer Ernennung zur Ersten Solistin 2003 viele Hauptrollen gestaltet, sowohl im klassischen wie im zeitgenössischen Repertoire.
Den «Zwaan» für die eindrucksvollste Jahresleistung erhielt ihre Kollegin Anna Tsygankova, die Het Nationale Ballet nach Lehrjahren in Novosibirsk und Monte-Carlo und ersten Engagements am Bolschoi, beim Ungarischen Nationalballett und beim Wiener Staatsballett seit 2007 angehört. Geehrt wurde Tsygankova, die eine makellose Tanztechnik mit großem darstellerischen Vermögen verbindet, für ihre Interpretation der Titelrolle in Ted Brandsens Choreografie «Mata Hari» (tanz 4/16). Dank ihrer stets hinreißenden Bühnenpräsenz hauchte sie auch der mysteriösen Spionin und damit dem gesamten Werk aufs Überzeugendste Leben ein.
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Menschen, Seite 31
von Marcelle Schots
Alexander Ekman erhält den diesjährigen Theaterpreis des Deutschen Bühnenvereins, «DER FAUST» für seine an der Dresdner Semperoper entstandene Produktion «COW» (tanz 4/16), eine elegant durch Stile und Epochen stolpernde Eloge auf das Rindvieh im Menschen. Die Wahl fiel natürlich nicht deshalb auf Ekman, weil er verwandt wäre mit Gösta Ekman, dem Protagonisten des...
Kein Blick zurück im Zorn? Das Schlussbild zeigt Adrian J. Wanliss auf der Galerie, weinlaubbekränzt. Und dieser Dionysos lacht. Es ist kein gewöhnliches Lachen, mit dem er sich von seinem Publikum verabschiedet. Es ist ein spöttisches, ein sardonisches Lachen, eins, das einem eigentlich im Halse stecken bleiben sollte.
Es ist neu – wie so manches an dem Tanzfonds...
Im Januar: Yuri Grigorovich
Hier gibt es nur: Verehrer und Feinde. Die einen bewundern, die anderen fürchten Yuri Grigorovich, der im Januar 90 wird und den das Bolschoi-Ballett mit einem zweimonatigen Festival ehrt. Er gilt als der einflussreichste Choreograf der Sowjet-Ära, Drahtzieher vor wie hinter den Kulissen. Anlass genug, einen kritischen Blick auf den...
