Ballsäle in der Mark Brandenburg

Die Berliner Künstler wandern ab. Sie ziehen raus ins Ländliche. In die Märkische Schweiz nach Osten. In die Uckermark und in die Ostprignitz im Norden. An die Dahme im Süden. Oder an die Havel und ins Brandenburgische nach Westen. Hier finden sie Inspiration zwischen Windturbinen, Rieselfeldern und Kiefernforsten. Denn Ateliers und Tanzräume in Berlin sind zu herkömmlichen Mieten kaum zu halten. Auf dem Land, etwa in Werbig, einem Dorf am Oderbruch, stehen in einem gepflegten Obstgarten die Tänzerskulpturen eines langjährigen Mitstreiters des renommierten Künstlers A. R. Penck.

Helge Leiberg hat hier sein lichtes Atelier in den früheren Ballsaal eines früheren Gasthauses gebaut. Man schätzt, noch etwa einhundert solcher alten Tanzböden gibt es in Brandenburg. Ein besonders schönes Exemplar findet sich im Milower Land. Auch dieses Atelier hat viel Platz, das Dach ist hoch, der Boden federt. Es dient dem namhaften Fotokünstler Jörg Sasse. Andere Künstler machen es nach, Schriftsteller, Opernsänger, Filmemacher. So werden die alten Bühnen immer privater und damit unauffindbar.

Helge Leibergs Bronzetänzer (Foto) stehen im und am ehemaligen «Gasthof von Paul Czerny». Dieser über hundert ...

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Tanz April 2017
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Arnd Wesemann

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