Ausstellungen 5/21
INSZENIERUNG | INSPIRATION – TANZ UND FOTOGRAFIE
Vorigen Sommer war die polnische Fotografin Anna Orlowska zu Gast beim Deutschen Tanzarchiv Köln und durfte sich frei in den Beständen des Archivs bewegen. Fotografien, die von den Anfängen des modernen Tanzes erzählen, konfrontiert die Fotokünstlerin auf formal subtile Art mit der Gegenwart.
Wo sie sonst etwa die gartenarchitektonische Anlage von Schloss Versailles mit einer nahezu identischen sozialistischen «Gartenstadt» aus Hochhäusern, der Nowa Huta in Krakau konfrontiert, inszeniert sie nun einen Teppich – Kulisse eines Solos der Tänzerin Vera Skoronel in den 1920er-Jahren – in gleicher Pose wie sie einst die Skoronel selbst einnahm. Solche Begegnungen arrangieren auch die Fotografen Alexander Hagmann und Thomas Lempertz im Rahmen der Jahresausstellung «Inszenierung | Inspiration – Tanz und Fotografie», deren digitale Eröffnung am 21. Mai auf der Homepage des Deutschen Tanzarchivs Köln zu sehen ist. Bis zum 20. Februar 2021; www.deutsches-tanzarchiv.de
Basel, Riehen, Fondation Beyeler, www.fondationbeyeler.ch
«Rodin/Arp», die bildhauerischen Welten Auguste Rodins und Hans Arps im Dialog (tanz 11/20). Bis zum 16. Mai
Berlin, ...
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Tanz Mai 2021
Rubrik: Kalender, Seite 35
von
Kann ein Rhythmus, ein mit den Händen geschlagener Takt, bereits politisch sein? In Kate McIntoshs «To Speak Light Pours Out» ist er das auf jeden Fall. Die in Brüssel arbeitende Neuseeländerin hat das Stück – koproduziert u. a. von PACT Zollverein, Künstlerhaus Mousonturm, Wiener Festwochen – in einer Residenz am Schauspiel Leipzig erarbeitet. Sie untersucht darin...
Staßfurt zum Beispiel. Ziemlich genau in der Mitte zwischen Magdeburg und Halle gelegen. Um die 25 000 Einwohner, historische Stadtmauer, Tierpark, ein hübsch restaurierter Wasserturm und die behäbig dahinströmende Bode, eher Flüsschen als Fluss. Ein Städtchen mit großer Vergangenheit, weil Geburtsort des Kalibergbaus. Davon kündet eine Senke in der Ortsmitte: Wo...
Sachbuch
RAQS BALADI So nennt die ägyptische Tänzerin und Choreografin Nora Amin den orientalischen Tanz, den man als Raqs Sharki kennt und der gern ein «Bauchzittern» genannt wird: in ihrer Heimat ein Schimpfwort. Baladi scheint ihr der angemessenere Name zu sein, wörtlich der «Tanz meines Landes». Das sei weniger dem Patriotismus geschuldet als dem Umstand, dass...
