Auf der Suche

Der Choreograf Andreas Heise hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und ein Kulturmanagement-Studium draufgesattelt. So gerüstet, sieht er sich fit für: einen Direktionsjob. Warum, erzählt er Hartmut Regitz

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Andreas Heise, Ihre Mutter war Tänzerin, Ihr Vater Opernsänger am Nordharzer Städtebundtheater. Ist da nicht der Berufsweg mehr oder weniger vorgezeichnet?
Kann man so nicht sagen. Mein Bruder, ein Kunstrebell, wollte eher in die Gegenrichtung gehen. Er hat als DJ begonnen und ist heute Event-Manager, auch für Popkonzerte. Ich selbst hatte mal mit sieben eine Ballettstunde, ohne dass mich das groß beeindruckt hätte. Einige Jahre sang ich im Kinderchor. Aber ich schaute viel bei den Proben zu und versuchte oft, zusammen mit meiner Freundin das Gesehene nachzuahmen.

Irgendwann wurde mir klar, wofür ich brenne, und als meine Freundin dann an der Palucca-Schule vortanzte, ging ich in aller Heimlichkeit mit – und wurde aufgenommen.

Ihre Eltern wussten nichts davon?
Nein, auch glaubte meine Mutter nicht, dass ich durchhalte. Schließlich war ich schon 16 und musste einiges nachholen. Aber die Mischung aus Modern, Klassik, Improvisation und einem Sich-Entfalten-Können bei Palucca war für mich gerade richtig, und in Fritz Rost fand ich einen für mich idealen Lehrer, der mir nicht zuletzt in Privatstunden mit Erfolg dabei half, auch meine körperlichen Schwierigkeiten zu überwinden.

Als da ...

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Tanz Juli 2023
Rubrik: Leadership, Seite 54
von Hartmut Regitz

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