Zuversicht

Lisa-Marie Al Munaizel war acht Monate in Libanon, hat am Beirut Contemporary Ballet gearbeitet. Sie berichtet über ihre Erfahrungen – und die Veränderungen, die mit ihr vor sich gingen

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Meine Hände riechen nach Mandarinen, mein Mund schmeckt nach Kaffee. Das Autofenster ist offen, der Frühlingsgeruch des Jasmins und hupende Fahrzeuge begleiten mich auf dem Weg zum Training. Der Uber-Fahrer fragt mich, was ich in Beirut mache und woher ich komme: «Ana Urdunnije» – «ich bin Jordanierin», sage ich stolz. Er setzt mich in Bourj Hammoud ab, einem belebten Stadtteil neben dem Frachthafen, und verhandelt willensstark die Fahrtkosten. Ich laufe die Treppen hoch, da der Strom und damit auch der Aufzug ausgefallen sind.

Ich öffne die Tür zum Studio vom Beirut Contemporary Ballet. Seit ihrer Gründung im Jahr 2018 hat sich die Company mit einer Vielzahl von Formaten und Schauplätzen – von klassischen Bühnen über digitale Medien bis hin zu unkonventionellen Spielorten – einen Namen gemacht. Heute gehören ihr zwölf Tänzer*innen aus sechs Ländern an.

Gedankenaustausch
Aber was mache ich hier, in Beirut? Über dreieinhalbtausend Kilometer entfernt von Berlin, das ich die letzten 13 Jahre mein Zuhause nennen konnte, wo ich ausgebildet wurde – Schwerpunkt Show- und Bühnentanz, inklusive erster Berufserfahrungen. Anthony Nakhlé, ein guter libanesischer Freund, trainierte mit mir in ...

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Tanz Februar 2025
Rubrik: Praxis, Seite 60
von Lisa-Marie Al Munaizel

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