Zum Tod von Lo Man-fei und Heinz Poll

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Lo, die Vielbegabte

In den frühen 1980ern tanzte Lo Man-fei die großen Frauenrollen in Lin Hwai-mins kleinen Stücken mit einer Grazie, die den Zuschauer verzauberte. Später war sie eine fantasievolle Choreografin. Geboren1955 in ­Taipeh und aufgewachsen in Yilan, einer Stadt, von der die Taiwaner sagen, dass sie voller Tanz sei,  führte ihre Tanzkarriere zu Schulen von Martha Graham, Alvin Ailey und José Limón in New York. 1979 schloss sie sich Lins Cloud Gate Dance Theatre an.

1985 begann sie an der Tanzabteilung der National Taipei University of the Arts zu unterrichten; 1992 übernahm sie für fünf Jahre deren Leitung. Zwei Jahre später gründete sie mit drei anderen Cloud-Gate-Ballerinen die ­­Taipei Crossover Dance Company und übernahm 1999 die Leitung von Cloud Gate II, der Juniorgruppe. Womöglich wäre sie Lin Hwai-mins Nachfolgerin geworden. Doch 2001 erkrankte Lo Man-fei an Lungenkrebs; nach hartem Kampf ist sie, 51-jährig, ­verstorben.

Heinz Poll

begann am Deutschen Theater in Göttingen und war nach dem letzten Krieg Tänzer am Stadttheater Konstanz. Heute kann sich keiner mehr vorstellen, dass diese Häuser je ein Ballettensemble hatten. Der gebürtige Oberhausener war nicht ...

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Tanz Juni 2006
Rubrik: Celebrities, Seite 29
von Jochen Schmidt, Hartmut Regitz

Vergriffen
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