Liz Friedlanders «Dance!» im Kino
Statt Verbrechen auf den Straßen, Tanzen auf dem Parkett: Das ungewöhnliche Projekt machte Schule in New York und wurde vor kurzem schon in der Dokumentation «Mad Hot Ballroom» vorgestellt. Nun rückt in der Spielfilmversion der Initiator ins Zentrum, der Tanzlehrer Pierre Dulaine, den Antonio Banderas mit spanischem Feuer und akrobatischer Eleganz spielt, die den Zorro-Kapriolen durchaus verwandt ist.
Aus den 8- bis 11-jährigen Kids aus den Problemzonen der Metropole sind erheblich ältere teenage juvenile delinquents geworden, deren massive Widerstände gegen die restriktiven Regeln und gezähmten Energien des Standardtanzes erst mit Geduld und Raffinesse unterwandert werden müssen, bevor sie aus den Schrittfolgen auch allerlei Lektionen fürs Leben lernen, von Respekt, Selbstvertrauen, Höflichkeit und Toleranz. Und wie in «Save the Last Dance» mit Julia Stiles geht‘s auch hier noch einmal um die kreative Symbiose von artig weißen Standardbewegungen und feurig schwarzen Breakdance- und Rapmoves. Doch unter der Regie der Musikvideoregisseurin Liz Friedlander bleibt die Geschichte erdenschwer auf dem Boden hängen, statt schwerelos mit den Tänzern abzuheben. Was in der Wirklichkeit ...
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