William Forsythes «Heterotopia»

Dresden

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William Forsythe baut «Heterotopia»: Eine große Halle wird in zwei Räume geteilt, in denen sich der Zuschauer frei bewegen und das Spektakel aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann. Wie lang er bleibt, entscheidet er selbst. Er begibt sich in ein ödes, graues Niemandsland, in ein Land, wo die Zeit ebenso wie die zunächst spärlichen klanglichen Impulse vertröpfeln. In einer komplexen elektronischen Klanginstallation koppelt Komponist Thom Willems die beiden getrennten Räume akustisch, Sender und Empfänger sind ein wenig banal durch zwei gläserne Klangschüsseln materialisiert.

Raum I lässt sich am besten als Sprachwerkstatt beschreiben, deren Grundlage ein befremdliches vorsprachliches Szenario vorstellt. Etliche Tische sind zu einer planen Fläche mit Aussparungen zusammengeschoben. Einige Tänzer kauern darunter wie in Höhlen. Andere turnen darauf herum. Es ragen einzelne Köpfe und Gliedmaßen in die Höhe, die sich analog zu Willems' melancholischer Klangfläche als elegischer Körpersilbensalat artikulieren. David Kern baut mit großen Buchstaben immer neue Wortgebilde, die für uns nichts bedeuten. Oder er sitzt im Lotossitz am Boden und dirigiert ein unsichtbares Wortorchester. ...

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Tanz Juni 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 34
von Eva-Elisabeth Fischer

Vergriffen
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