wien: burrows, fargion: «the cow piece», «cheap lecture»
Die Schlinge um den Hals, baumelt die Kuh über dem Abgrund. Gnadenlos wird sie fallen gelassen. Ein Schreckenslaut, und Chiara stürzt ab. Perdita folgt ihr. Auch eine Violetta ist dabei, die der Komponist Matteo Fargion auf diese Weise über die Klinge springen lässt, während sein Kollege, der Tänzer Jonathan Burrows, seine sechs Kühe auf seinem Tisch hin und her gruppiert. Singend, das Akkordeon vor dem Bauch, im rhythmischen Sprechgesang, spielt das Duo mit seinen braun-weiß und schwarz-weiß gefleckten Plastikkühen.
«The Cow Piece» gehört zusammen mit «Cheap Lecture» zum neuen Doppelprogramm von Burrows und Fargion. Es huldigt der Sprache, dem Rhythmus, dem Tanz, den Kühen, der Sterblichkeit und dem Publikum. Ganz dicht sind die beiden Herren mit ihrem Equipment aus Klavier, Ukulele, Ziehharmonika, Kühen, zwei Tischen, Mikrofonen und einer Stellage für den Laptop an die Zuschauertribüne herangerückt. Rechts ein Performer, links ein Performer, zwischen ihnen häuft sich das weiße Papier der «Cheap Lecture» auf dem Boden. Sobald einer ein Blatt abgelesen hat, lässt er es zu Boden gleiten: Fargion mit der nonchalanten Lässigkeit des Musikers, Burrows mit dem Eifer des konzentrierten ...
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