Wie wollen wir leben?

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Gute Frage. Am liebsten in der Nähe von «Natur» (gern am Tiergarten, Englischen Garten, an der Alster) und bevorzugt auch in der Nähe von Kultur (in den teuren Innenstädten). Deshalb eignet sich Kultur so hervorragend zur Stadtentwicklung. Nur lobt das keiner (außer dem Marketing). Denn weder der Natur noch der Kultur (wir reden von Geld) wird ein besonders hoher Wert zugesprochen. Beides, sagt man, sprießt von selbst. Natürlich, Natur dient dem Klimaschutz. Naturschützer treten sofort auf den Plan, wenn ein Forst gefällt wird.

Kulturschützer hingegen sitzen oft in Jurys und entscheiden über Anträge, ihre Güte und ihren Sinn für die aktuelle Moral.

Nun hat die «Faust»-Gewinnerin Antje Pfundtner selber einen Fonds aufgelegt, einen Geldtopf, halb Kunstprojekt, halb soziales Experiment, vielleicht, weil sie den Jurys der Kulturbehörden nicht so recht traut. Knapp 2000 Euro sind im Fonds, nicht viel, aber schon jetzt genug, um Begehrlichkeiten zu wecken. Denn die Kulturlandschaft ist arm. Und sie will sich selber helfen.

Hier tritt Armin Chodzinski auf den Plan, im Rahmen einer per Zoom tagenden «Tischgesellschaft», wie Antje Pfundtner das von ihr erfundene Format getauft hat. Der ...

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Tanz Januar 2021
Rubrik: Warm-up, Seite 1
von Arnd Wesemann

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