what’s the «matter» ...
«Matter», schreibst Du, ist ein Stück über weibliche Identität. Ohne Männer oder Interaktion? Woraus, wenn nicht aus der Abgrenzung, entsteht die Identität? Über den tanzenden Körper. Obwohl jede für sich tanzt, lassen wir die anderen übrigens nie allein auf der Bühne. Was an Bildern entsteht, entsteht also in der Addition, nicht der Abgrenzung. Ich sehe bei diesem Projekt keinen Sinn darin, den anderen eine choreografische Handschrift aufzudrücken. Wir sind vier eigenständige Künstlerinnen.
Über unsere Verschiedenheit hinaus bewegen uns – ganz wörtlich – aber ähnliche Fragen. Zum Thema Weiblichkeit, zum Platz des Körpers in der Gesellschaft. Wie man ihn sehen und wie man ihn zeigen kann. Was begrenzt den Blick? Welche Möglichkeiten, uns sichtbar zu machen, haben wir? Schließlich sind wir nie auf «neutralem» Boden. Frauen genauso wenig wie Männer. Und egal, wen ich mit wem auf die Bühne stelle.
Weibliche Identität ist gleich Körperbild? Ja und nein. Mich interessiert nicht der abstrakte Körper per se, sondern das Individuum, das sich über ihn vermittelt. Im Körper spiegelt sich unser gesamter Erfahrungsschatz. Das macht die Bewegungen wiedererkennbar, vielleicht sogar ...
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