Was ist Graham-Technik?

Tanz - Logo

Als Martha Graham 1991 im Alter von 95 Jahren starb, hinterließ sie nicht nur ein umfangreiches choreografisches Werk, sondern auch eine klassische «Modern Dance»-Technik mit Wiedererkennungswert. Ihren verhakten, scharf akzentuierten, «schweren», das heißt, die Gravitation nicht leugnenden Tanz, hat die Ikone des amerikanischen Tanzes in ihrer 60-jährigen Karriere so ausgearbeitet, dass die expressive, dynamisch-schroffe Bewegungssprache untrennbar mit ihrem Namen verbunden blieb. Eine Trademark.


1894 in Pennsylvania geboren, begann Martha Graham 1916 mit ihrer Tanzausbildung in der von Ted Shawn und Ruth St. Denis geleiteten Denisham School. Ab 1926 führte sie in New York ihre eigene Martha Graham School of Contemporary Dance neben ihrer Martha Graham Dance Company.
«Contraction» und «Release» heißen die beiden von ihr entwickelten Grundübungen, an denen sich Generationen von Schülern abarbeiteten: Durch Contraction, der plötzlichen Mobilisierung von Rücken und Atem, ziehen sich die Muskeln des Beckenraums impulsiv zusammen; im Release wird der Körper durch Einatmen wieder zur Streckung gebracht, ohne dadurch seine Grundspannung zu verlieren.
Durch die Betonung der Schwere des ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Mai 2009
Rubrik: Methoden, Seite 65
von Elisabeth Nehring

Vergriffen
Weitere Beiträge
Aterballetto: «InCanto dall’ Orlando Furioso»

Das Stück von Mauro Bigonzetti entstand ursprünglich für den mehrteiligen Abend «Canto». Es wuchs mit der Zeit und wurde, mit dem Vorsatz «In», zu einem eigenständigen Werk. «InCanto» bedeutet eigentlich Charme, wobei die Vorsilbe im Italienischen auch nahelegt, dass hier nicht gesungen wird. Stattdessen geht es um die Verzauberung, um das «enchantment» (wörtlich:...

Jenseits

Ein Event ist «X-Event 2.6» gerade nicht. Vielmehr sind Annie Vigier, Frank Apertet und Co. im urbanen Raum gelandet wie vom anderen Stern. Sichtbar fremd. Leicht zu erkennen an ihren postmodern abstrahierten Mickey-Mouse-T-Shirts, erscheinen die Performer gratis und draußen als sanfte Irritation im und um den Bétonsalon, einen neuen Ort für zeitgenössische Kunst...

Jérôme Bel: «A Spectator»

Eins müsse er gleich klarstellen, beginnt Jérôme Bel seine neue Performance im Lilian Baylis Studio vom Sadler’s Wells in London: Was als «27 Performances» angekündigt wurde, habe nun einen anderen Titel  «A Spectator», und die Vorstellung, so sei hiermit gewarnt, sei kein Tanz und könne gut und gern länger als die angekündigten 60 Minuten dauern. Er improvisiere...