Very Victorian
Es ist ihr Abschiedsgeschenk an die Kompanie, die sie in den vergangenen neun Jahren geleitet hat: Tamara Rojos Bearbeitung von Marius Petipas «Raymonda»-Choreografie, uraufgeführt 1898 zur ersten Ballett-Komposition Alexander Glasunows. Seit 1964 hat keine britische Ballettkompanie das Werk in voller Länge aufgeführt; entsprechend gründlich hat Rojo ihr Unterfangen vorbereitet. Die Premiere musste – wie so viele Bühnenprojekte der vergangenen Monate – aufgrund pandemischer Widrigkeiten verschoben werden.
Zum Ende des Jahres nimmt die in Montreal geborene, in Spanien aufgewachsene Direktorin Abschied vom English National Ballett (ENB) (tanz2/22), um die Künstlerische Leitung des San Francisco Ballet von ihrem isländisch-amerikanischen Kollegen Helgi Tomasson zu übernehmen.
Glasunows verführerische Ballettmusik mag der eigentliche Grund sein, warum Rojo den handlungstechnisch eher unbefriedigenden Dreiakter wiederbelebt hat. Der mittelalterliche Original-Plot entspinnt sich zur Zeit der christlichen Orient-Kreuzzüge: Die adlige Titelheldin Raymonda wird von dem französischen Ritter Jean de Brienne mit Unterstützung der Armee des ungarischen Königs aus den Fängen des ...
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Tanz März 2022
Rubrik: Produktionen, Seite 18
von Jann Parry
ZWISCHEN ERFOLG UND EXIL
otte Jacobi (1896 – 1990) war eine der wichtigsten fotografischen Chronistinnen der Kunstszene im Berlin der Weimarer Republik – und damit auch des Theaters und des Tanzes, der sich damals vehement vom Dogma der schönen Bewegung löste. Die Ausstellung «Zwischen Erfolg und Exil» koppelt Jacobis Fotografien mit den Scherenschnitten von Lotte...
Deutschland
Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische
Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen
An der Trinkhalle 2B, D-65812 Bad Soden/Ts., Tel. +49-6196-22849
www.ballett-badsoden.de
Bamberg
Tanzwerkstatt
Stätte für Zeitgenössischen Tanz. Nürnberger Straße 108 k, D-96050...
Die Franzosen lieben das Tanztheater von Pina Bausch, das Kino von Rainer Werner Fassbinder – und Wim Wenders. Während der Regisseur in seiner deutschen Heimat zwar geachtet, aber selten stürmisch gefeiert wird, hat er unter den frankophonen Cineasten eine riesige Anhängerschar. Insofern kein Wunder, dass die Tanzversion von «Himmel über Berlin» ausgerechnet in...
