Ausstellungen 3/22
ZWISCHEN ERFOLG UND EXIL
otte Jacobi (1896 – 1990) war eine der wichtigsten fotografischen Chronistinnen der Kunstszene im Berlin der Weimarer Republik – und damit auch des Theaters und des Tanzes, der sich damals vehement vom Dogma der schönen Bewegung löste. Die Ausstellung «Zwischen Erfolg und Exil» koppelt Jacobis Fotografien mit den Scherenschnitten von Lotte Reiniger (1899 – 1981) – auch sie eine Künstlerin, die zu Beginn des Jahrhunderts die Berliner Kunstwelt prägte.
Reiniger machte die Grenzen zwischen Bildender und Darstellender Kunst durchlässiger, und zwar über den Zwischenschritt Silhouetten-Puppenspiel. Und: Beide gingen 1935 ins Exil. Bis dahin allerdings waren sie Teil einer vibrierenden künstlerischen Gemeinschaft, zu der auch die Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz zählte – weswegen die Ausstellung im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin am rechten Ort ist. Bis 20. März; www.kaethe-kollwitz.berlin
Berlin, Käthe-Kollwitz-Museum, www.kaethe-kollwitz.berlin
«Zwischen Erfolg und Exil». Bis zum 20. März
Florenz, Museo Novecento, www.museonovecento.it
«Monte Verità. Back to Nature». Bis 10. April
Köln, Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln, www.deutsches-tanzarchiv ...
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Tanz März 2022
Rubrik: Kalender, Seite 49
von
Die tanzen bloß schön. Den Einwand hört man da und dort, insbesondere im deutschsprachigen Raum, da in der Rede über Tanzproduktionen gerne mal Schönheit und Form gegen inhaltliche Anliegen ausgespielt werden: Schönheit statt Dringlichkeit. Den Gegensatz tanzt das Ballett Zürich mit dem Abend «Angels’ Atlas» einfach weg. Insbesondere Crystal Pites Stücke...
Biografie
TANAQUIL LE CLERCQ
Sie war schön, klug und geistreich, engagiert und eine der besten Balletttänzerinnen ihrer Zeit. Muse und Ehefrau George Balanchines, zugleich von Jerome Robbins verehrt. Dann der Schicksalsschlag: Mit nur 28 Jahren erkrankt sie an Kinderlähmung und kann fortan nicht mehr laufen. Und nun zeigt sich ein Wesenszug, der ebenso fasziniert...
Sie kennen das Haus aus dem Effeff. Gleiches gilt umgekehrt: Man geht keine zwei Schritte, ohne dass es aus irgendeiner Ecke «Oh Victoria!» schallt. Oder «Menschenskind – Julian!». Dabei ist es gut zwanzig Jahre her, dass sich Victoria Lahiguera und Julian Tonev von der Berliner Staatsoper verabschiedet und ihr eigenes Tanzstudio gegründet haben. An einem trüben...
