Verschlinge mein Herz

Tanz im Elbtunnel. Über das ungewöhnliche Ausstellungsprojekt des Fotografen Reinhold Wiechmann-Aiette Shagal

Tanz - Logo

In den alten St. Pauli-Elbtunnel in Hamburg passen 1400 Bilder. Sechzehn Bildstrecken sind auf 3700 Quadratmetern Tunnelfläche geplant. Ausgangspunkt sind siebzig großformatige Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Fotokünstlers Wiechmann Aiette-Shagal. Zu sehen ist entlang der Tunneldecke ein körperbetont und leidenschaftlich tanzendes Paar. Elf weitere Künstler ergänzen und interpretieren auf 426 Metern den Pas de deux mit eigenen Arbeiten. Verschlinge mein Herz dürfte so das mithin unterirdischste Tanzfotoprojekt der Gegenwart sein.

Und nicht unter der Elbe verdämmern, sondern als internationales Kunstprojekt mit immer neuen Künstlern auch zu den Olympischen Spielen nach Peking und zur Expo nach Shanghai reisen. Jetzt wächst die Ausstellung, nach einem ersten Showing am 27. Januar, sukzessive, bis sie vom 31. März bis zum 15. Mai komplett zu sehen sein wird: 23 Meter unter Wasser.
www.thefunpalaceflows.com    

© wiechmann aiette-shagal

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2007
Rubrik: Jenseits, Seite 74
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Mei Hong Lin: "VergissMeinNicht"

Ach, wie die Zeit vergeht! Bei Federico García Lorca sollen das wechselnde weibliche Kleidermoden verdeutlichen und das wiederholt zitierte Gedicht von einer Rose, die Farbe und Festigkeit wechselt, bis sie vergeht. Die Hauptfigur im Drama «Doña Rosita bleibt ledig oder Die Sprache der Blumen» (ca. 1935) ist so ein Blümchen. Ihr Bienerich schnüffelt an ihr und...

Ich bin der Einzige, der sagt, was er denkt

Eigentlich gibt er keine Interviews mehr. Auf Kritiker ist Johann Kresnik nicht gut zu sprechen. Ungeheuerlich sei das alles, «was ihr da schreibt», schimpft er und nimmt seine Gesprächspartnerin gleich mit ins Gebet. Deshalb lese er auch seit Jahren keine Kritiken mehr.

Ja, die Medien meinen es in jüngster Zeit besonders schlecht mit ihm. Und an den Bonner Bühnen,...

Was denkt Nanine Linning

Der Mensch sieht am liebsten anderen Menschen zu. Deshalb gibt es für mich nichts Herrlicheres, als kopfüber im Plüsch des Theatersessels zu versinken und zu schauen und zu erfahren.

Doch die architektonische Form des Theaters, wie wir sie seit dem 18. Jahrhundert kennen, gründet sich auf einem absolut idiotischen Konzept. Denn begreift man das Theater als einen...