Verschlinge mein Herz
In den alten St. Pauli-Elbtunnel in Hamburg passen 1400 Bilder. Sechzehn Bildstrecken sind auf 3700 Quadratmetern Tunnelfläche geplant. Ausgangspunkt sind siebzig großformatige Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Fotokünstlers Wiechmann Aiette-Shagal. Zu sehen ist entlang der Tunneldecke ein körperbetont und leidenschaftlich tanzendes Paar. Elf weitere Künstler ergänzen und interpretieren auf 426 Metern den Pas de deux mit eigenen Arbeiten. Verschlinge mein Herz dürfte so das mithin unterirdischste Tanzfotoprojekt der Gegenwart sein.
Und nicht unter der Elbe verdämmern, sondern als internationales Kunstprojekt mit immer neuen Künstlern auch zu den Olympischen Spielen nach Peking und zur Expo nach Shanghai reisen. Jetzt wächst die Ausstellung, nach einem ersten Showing am 27. Januar, sukzessive, bis sie vom 31. März bis zum 15. Mai komplett zu sehen sein wird: 23 Meter unter Wasser.
www.thefunpalaceflows.com
© wiechmann aiette-shagal
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Trisha Brown, before founding The Trisha Brown Dance Company in 1970, you worked with the Judson Dance Theatre – a group of avant-garde artists who rejected the confines of modern dance, creating their own aesthetic that marked the world of dance of the 1960s. What is your instinctive reaction when revisiting the esoteric works that you created at the outset of...
«Alles Fliegen ist Erzeugen von Luftwiderstand, alle Flugarbeit ist Überwinden von Luftwiderstand.» Otto Lilienthals Zitat steht als Motto über dem Programm der jüngsten Performance einer Multifunktionskünstlerin, die sich offenbar gern an Widerständen abarbeitet. Die Physik ist ein Teil ihrer Kunst. Deshalb tritt sie gern in Räumen auf, die nicht Theater sind....
Wer sich einmal durch die täglich an ihrem Verkehr kollabierende Stadt gekämpft, eine Taxifahrt zwischen quälendem Stillstand und atemloser Raserei überstanden und schließlich unter Lebensgefahr den sechsspurigen Boulevard Nicolae Balsescu überquert hat, wer im schnellen Rhythmus der Fußgänger sicher an den Verführungen der Kaffeehäuser und tiefen Blicke...
