Ich bin der Einzige, der sagt, was er denkt
Eigentlich gibt er keine Interviews mehr. Auf Kritiker ist Johann Kresnik nicht gut zu sprechen. Ungeheuerlich sei das alles, «was ihr da schreibt», schimpft er und nimmt seine Gesprächspartnerin gleich mit ins Gebet. Deshalb lese er auch seit Jahren keine Kritiken mehr.
Ja, die Medien meinen es in jüngster Zeit besonders schlecht mit ihm. Und an den Bonner Bühnen, wo sein Choreographisches Theater noch bis 2008 unter Vertrag steht, hat der Stadtrat soeben die Sparte Tanz abgeschafft. Das Ensemble wird sich dann – nach fast 40 Jahren – auflösen.
Ein Johann Kresnik aber lässt sich nicht abschaffen: «Ich habe gekündigt. Ich habe nicht verlängert. Lange vor dem Ratsbeschluss.»
Bonn, das habe er schnell gemerkt, sei ein Provinztheater geworden, ein Vorort von Köln. «Hier will man Pavarotti und solche Leute. Meine Stücke sind zu politisch, zu aggressiv.» Bonn sei eben keine Hauptstadt mehr. Bonn, tobt er, sei ein verfilzter Haufen. Überhaupt, er habe dieses Engagement nur seiner Gruppe zuliebe angenommen. Zu den Köln-Bonner Fusionsplänen, gegebenenfalls mit Düsseldorf-Duisburg, hat Johann Kresnik eine klare Meinung: «Jede Reisegruppe bedeutet den Tod mindestens zweier Ensembles.» Das ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
During a 2003 residency at Berlin‘s Podewil (now Tesla), media artist Chris Salter took the simple question of how to make a room breathe as the starting point for an exploration of the notion of thresholds in relation to the human body interacting with technological systems.
Calling the project simply “Schwelle” (Threshold), Salter created three different...
Matteo Levaggi, a former dancer for Aterballetto and the youngest rising talent in Italian postclassical ballet, likes to give his ballets philosophical-sounding titles such as “Canto bianco in un momento di orizzonte verticale” (White Singing in a Moment of Vertical Horizon), created for Balletto Teatro di Torino to music by Steve Reich. As resident choreographer,...
Maverick French choreographer Franck II Louise marries dance, sound and high tech gadgetry with the street moves of the infamous banlieu. Succeeding where others have failed, his “Konnecting Souls” was performed at the Monaco Dance Forum late last year, where the self-dubbed choreographer and composer brought the dance of the streets to life in the incongruous...
