Traumversunken in Ost-Berlin
Ein Bahnsteig. Eine Ballerina. Sie steht auf Spitze, leicht gestützt auf eine Bank, schaut entrückt aus dem Bild. Auf der Bank sitzt teilnahmslos eine Dame mit Gepäck. Die Ballerina scheint unsichtbar. «Es ist früh am Morgen in Ost-Berlin», sagt Ute Mahler, eine der interessantesten Fotografinnen der letzten vierzig Jahre – stilprägend und sozial engagiert.
Diese Serie ist im Frühsommer 1980 für die «Sibylle» entstanden, Zeitschrift für Mode und Kultur, für die Mahler viele Jahre lang gearbeitet hat.
Sie war vielleicht eine Art ostdeutsche «Vogue», eine Institution in Sachen Geschmack, Mode und Kunst. Aber sie ging auch subtil darüber hinaus. «In jeder Ausgabe gab es Porträts von Frauen in ihren Berufen, Künstlerinnen wurden vorgestellt … Es ging den Redakteuren darum, den Leserinnen Anregungen zu geben, Mut zu machen zur Individualität. Mode wurde verstanden als Unterstützung der Persönlichkeit. Als Fluchtmöglichkeit, ohne fliehen zu müssen. Auch die Schnittmuster im Heft waren beliebt, nach diesen Vorbildern haben sich Frauen Kleider selber genäht … Sicher war die Redaktion einer gewissen Kontrolle ausgesetzt, das Heft wurde den Zensurbehörden vorgelegt. Aber irgendwie ...
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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Marina Dafova
Das Ballett Vorpommern knackt diesmal nicht die Nuss. Das hat es seit 1999 immer wieder einmal getan. Stattdessen zeigt das Ensemble als ultimatives Festtagsprogramm «Weihnachten – Das Ballett», d. h. einen «Bunten Teller», wie Ralf Dörnen sagt, den er mit Besinnlichem und Berührendem, Kuriosem und Kurzweiligem bestückt.
Klar, dass sich das Weihnachtsoratorium...
Auditions
Staatsballett der Niedersächsischen Staatsoper Hannover
Der designierte Ballettdirektor Marco Goecke sucht TänzerInnen mit ausgezeichneter klassischer und moderner Technik. Audition (nur auf Einladung): 17. Februar 2019
CV und Bilder bis zum 31. Januar 2019 an:
vortanzen2019@staatstheater-hannover.de
The ballet company of TLT Innsbruck
is looking for...
Jacob Höhne, wie kam es zu einem Theater für Menschen mit Down-Syndrom?
RambaZamba wurde in Berlin von Gisela Höhne und Klaus Erfurth gegründet, dem damaligen Regisseur am Deutschen Theater. Moritz Höhne, mein Bruder, der auch hier im Ensemble ist, wurde mit Trisomie 21 geboren. In der DDR war die Förderung dieser Menschen gleich null. Die Ärzte sagten nach der...
