Transitions

Tanz - Logo

Er war eine der auffallendsten Persönlichkeiten auf allen Tanzkongressen, nicht allein seiner buschigen Augenbrauen wegen. Gedeon Dienes hatte was zu sagen, und er ergriff polyglott bei jeder sich bietenden Gelegenheit gern das Wort. Schließlich hatte er nicht nur die französische und ungarische Literatur studiert, sondern auch Jurisprudenz und Choreologie – und tanzte, was wohl die wenigs­ten wussten, in den 1920er und 30er Jahren in den Stücken von Valéria Dienes.

In ihrem Namen machte er sich 1995 auch für die Gründung einer Kompanie stark, die sich für die Bewahrung einer mehr als hundert Jahre alten, spezifisch ungarischen Bewegungskunst einsetzte. Seine Mutter nannte sie «Orchestrische Schule». Er selbst unterrichtete Tanzgeschichte und -theorie u. a. an der Univer­sity of California, schrieb unzählige Artikel, übersetzte Bücher ins Eng­lische und war zeitweise Präsident der ungarischen Society for Choreology, Director for Research and Communication des Conseil International de la Danse, Leiter der Commission for Scientific Research innerhalb der World Dance Alliance – Europe sowie Redakteur des European Dance Research Information Directory. Kurz: ein Hansdampf in allen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Dezember 2005
Rubrik: Magazin, Seite 16
von Hartmut Regitz, Thomas Hahn

Vergriffen
Weitere Beiträge
Stichprobe: Der Grüne Tisch

In Amerian Ballet Theater's season of standout revivals, foremost among them is Kurt Jooss’s “The Green Table – A Dance of Death in Eight Scenes“ (1932), expertly coached by Anna Markard, Jooss’s daughter. Despite the paucity of live performances in New York, the opening/closing sequence – twelve men grandstanding around a table – is iconic to many. The characters,...

Nutcracker Nation

Christmas time is Nutcracker time, thinks Canadian dance researcher Jennifer Fisher, whose amusing book “Nutcracker Nation” tells us how the Russian “Nutcracker” of 1892 became the New World’s favourite ballet. In five chapters, Fisher attempts to elucidate the question of who regularly submits to the ritual of a “Nutcracker” performance at Christmas and why. To...

Ein weicher Kern

Man kann in keiner Stadt wohnen, ohne sie nicht zu entdecken: Plakate annoncieren jedes Jahr zu Weihnachten den «Nussknacker». In manchen Familien gehört der Besuch dieses Lev-Ivanov-Balletts aus dem Jahr 1892 ebenso zur Vorweihnacht wie die ganze Hatz um Baum und Schmuck, Gans und Geschenke. Irgendwie erinnert die Geschichte um Marie und ihren Nussknacker ja auch...