The Red Shoes
«The Red Shoes» (1948) des Filmemacher-Duos Michael Powell und Emeric Pressburger gilt noch immer als der wirkungsvollste Tanzfilm aller Zeiten. Generationen von jungen Leuten hat er dazu bewegt, eine Ballettkarriere anzustreben. Inzwischen besitzt der Film freilich auch dokumentarische Qualität, gewährt er doch Einblicke nicht nur in die leicht schäbigen Interieurs von Covent Garden und Marie Ramberts Mercury Theatre, wie sie in der Nachkriegszeit – also vor den Tagen nennenswerter staatlicher Subventionen – aussahen.
Vielmehr konserviert er auch den Charme eines noch nicht von Geldgier ruinierten Monte Carlo.
Musical ohne Text
Der Theatermann Matthew Bourne hat den Filmklassiker für seine 1987 gegründete Kompanie New Adventures als Ballett-Drama inszeniert, das sich eng an Powells und Pressburgers Bearbeitung der Märchenvorlage von Hans Christian Andersen hält. Folglich kreist Bournes Version um ein Paar magischer Schuhe, das seine Träger zwingt, bis zur tödlichen Erschöpfung zu tanzen. Die roten Schuhe sind also ein grausames Sinnbild für die erbarmungslose Disziplin, die das Tänzerleben regiert, für die dunkle und schmerzhafte Kehrseite der unbeschwerten Freude am Tanzen. ...
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Auditions
The ballet company of Tiroler Landestheater, Innsbruckis looking for dancers (f/m) for the season 2017/18
Audition (by invitation): 22, 23 April
Send a current CV and stage picture to: Tiroler Landestheater, Rennweg 2, A-6020 Innsbruck, Martine Reyn
ballettdirektion@landestheater.at
Das Tanztheater am Staatstheater Kassel
sucht zeitgenössische Tänzer...
Amsterdam
Made in Amsterdam 1 & 2
Ted Brandsen, Chef von Het Nationale Ballet, hat sich was vorgenommen: Er will nicht nur seine Kompanie, sondern das Ballett in die Zukunft pushen. Dafür sorgt er mit einem prominent besetzten Symposion, das von zwei Bühnenprogrammen flankiert wird. «Made in Amsterdam 1» vereint Schlüsselwerke wie Hans van Manens «Frank Bridge...
Beim «Reigen seliger Geister» in Christoph Willibald Glucks Oper «Orfeo ed Euridice» scheiden sich die choreografischen Geister. Die einen geben der Musik nach und schwelgen im Elysium. Die andern setzen eine minimale Bewegungssprache dagegen, so etwa Joachim Schlömer in den 1990er-Jahren in Basel, wo die Liebe zwar im Gesang siegte, nicht aber im Tanz. Dritte...
