Tanztheater Wuppertal

Tanz - Logo

Vor einem Jahr starb Pina Bausch. Ihr Werk lebt. Das Tanztheater Wuppertal trägt es auf seinen Gastspielreisen weiter hinaus in die Welt. Die Nachfrage ist rund um den Globus ungebrochen. Zu Hause, im Bergischen Land, studiert die Kompanie Klassiker wie «Viktor» und «Danzón» wieder ein – ein neues Stück kann es ja nun nicht mehr geben. Dominique ­Mercy, der künstlerische Leiter, und das Ensemble haben mehr zu tun denn je.

«Die viele Arbeit treibt uns an», sagt der Franzose. Irgendwann wird ein neuer kreativer Prozess beginnen.

Noch, sind sich alle einig, ist es dafür zu früh. Die Stimmung sei eigentlich ganz schön. Das Wichtigste für alle sei weiterzumachen. «Trotzdem», erzählt er, «bei den Proben zu den alten Stücken war zu spüren, wie dünn das Eis ist. Wir sind alle noch sehr verletzt und fragil.»

Für Pina Bausch sei es immer das Wichtigste gewesen, nicht aufzugeben. Auch ein Jahr danach ist die Kompanie noch so zu­sammen, wie sie war. Streit um Aufführungs­rechte gibt es nicht. Dass es auch anders hätte laufen können, zeigt das Beispiel Martha Graham. Deren Truppe brach nach ihrem Tod beinahe auseinander, weil die Erben sich über die Rechte an ihrem Werk nicht einigen konnten. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 144
von Bettina Trouwborst

Vergriffen
Weitere Beiträge
Alban Lendorf

Das Königlich Dänische Ballett zeigt derzeit zu wenig Charakter. Die meisten der Neuzugänge haben nach dem Engagement von Nikolaj Hübbe nicht genug Persönlichkeit, weder in dänischen Klassikern wie «Napoli» noch in John Neumeiers «Sommernachtstraum», der darum wenig überzeugte. Allein Alban Lendorf schafft es, sogar in Nebenrollen die Aufmerksamkeit auf sich zu...

Tanz in den Ländern

Solange es kein Staatsziel «Kultur» gibt, braucht der Tanz trotz Tanzplan vor allem die Kommunen und die wiederum die Bundesländer. Die Unterschiede sind gewaltig: Wer den Tanz wirklich fördert, hat die besten Choreografen. Wer von ihm nur Quoten fordert, muss einsehen, dass das Bedürfnis nach Tanz trotzdem kontinuierlich steigt. Lesen Sie die Diagnosen der...

«tanz»-Jahrbuch 2010

Titel: Bildung oder Kunst: Wie Politik den Tanz lenkt.
Wie steht es um den Tanz in Deutschland, nachdem die bundespolitischen Vorgaben der «Leuchtturmpolitik» feststehen? Kommentare, Interviews und Diagnosen bieten auf über 90 Seiten einen umfassenden Überblick.
Mehr Infos gibt es hier.

Die Saison 2009/2010
Wer waren die Besten der vergangenen Saison? Wie immer haben...