tanzpreis: Jessica Iwanson
Mit 25 Jahren kam Jessica Iwanson, die damals schon in der Welt herumgekommen war, nach München, mietete den großen Circus Krone für eine ausverkaufte Vorstellung – und blieb. Knapp vierzig Jahre, unzählige Aufführungen und Schülergenerationen später, würdigte die Landeshauptstadt München ihr «Tanzschaffen» mit dem städtischen Tanzpreis. Das Preisgeld von 10.000 Euro fließt in die Iwanson-Sixt-Stiftung, den bislang letzten Coup der Schwedin, die für die Ausbildung junger Tänzer nicht nur in ihrer Schule unermüdlich tätig ist.
«Man soll nie ohne Schule sein», sagte Jessica Iwanson einmal. Inzwischen blickt sie nicht nur auf prominente Absolventen zurück, sondern auch auf eine lange Reihe von Choreografien. Die erste nahm sie mit 16 Jahren in Angriff. Wichtig für sie wurden die Stücke «Zugvögel» (1994), «Nightbirds» (nach Edward Hopper, 1997 verfilmt) und «Skagen» (1988), eine Hommage an die dänische Künstlerkolonie. Auch in ihrer skandinavischen Heimat ist sie nach wie vor mit ihren Arbeiten präsent.
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