Tanzfotografen
Marcia Breuer, wie und warum wird man Tanzfotograf?
Ich habe die Berufsausbildung zur klassischen Tänzerin in Stuttgart absolviert und einige Jahre im Beruf gearbeitet. Zum Ende meiner tänzerischen Laufbahn hatte ich bereits zu fotografieren begonnen und bekam die Möglichkeit, an einigen Programmheften des Stuttgarter Balletts fotografisch mitzuarbeiten. Hieraus resultiert die nun über zehn Jahre währende Kooperation mit dem Stuttgart Ballett.
Ich betrachte die Tanzfotografie als sehr schöne und auch logische Weiterführung meiner eigenen tänzerischen Karriere und genieße das Einfühlen in eine Choreografie und das verdichtete Miterleben von Bewegung und Ausdruck durch das fotografische Objektiv.
Was muss ein Tanzfotograf unbedingt können?
Ein Tanzfotograf sollte sich auf das jeweilige Stück, das heißt auf die Absicht des Choreografen, den stilistischen und musikalischen Tonus des Werks und auf die Interpretation der Tänzer einlassen können. Hilfreich sind Gespräche mit dem Choreografen und dem Ausstatter und unbedingt auch ein Gespür für die Bewegungsqualität, das musikalische und tänzerische Timing, bevorzugt durch eine eigene tänzerische Erfahrung erworben. Neben dem bildnerischen ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Vermittler, Seite 70
von Marina Dafova
«F.U.B.A.R». steht für «Fucked Up Beyond Any Recognition» und bezeichnet militärische Zerstörung bis zur Unkenntlichkeit. Kirstine Ilum besitzt in diesem Stück den furchtlosen Hang zur extremen Aktion, kontrolliert nur durch ihren starken künstlerischen Willen, der selbst die Jungs des Mute Comp. Physical Theatre noch um Längen schlägt. Der Vergleich mit der Armee...
Jared Gradinger und Angela Schubot stehen sich gegenüber und schließen die Augen. Bis zum Ende ihrer knapp einstündigen Tanzperformance «is maybe» im Juni im Berliner HAU werden sie sie nicht öffnen. Eyes wide shut. Kein Blick fällt auf den anderen. Denn Blicke schaffen Distanz. Die beiden sehnen sich nach grenzenloser Nähe. «is maybe» kreist um den Wunsch, vom...
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