Tanzfotografen
Marcia Breuer, wie und warum wird man Tanzfotograf?
Ich habe die Berufsausbildung zur klassischen Tänzerin in Stuttgart absolviert und einige Jahre im Beruf gearbeitet. Zum Ende meiner tänzerischen Laufbahn hatte ich bereits zu fotografieren begonnen und bekam die Möglichkeit, an einigen Programmheften des Stuttgarter Balletts fotografisch mitzuarbeiten. Hieraus resultiert die nun über zehn Jahre währende Kooperation mit dem Stuttgart Ballett.
Ich betrachte die Tanzfotografie als sehr schöne und auch logische Weiterführung meiner eigenen tänzerischen Karriere und genieße das Einfühlen in eine Choreografie und das verdichtete Miterleben von Bewegung und Ausdruck durch das fotografische Objektiv.
Was muss ein Tanzfotograf unbedingt können?
Ein Tanzfotograf sollte sich auf das jeweilige Stück, das heißt auf die Absicht des Choreografen, den stilistischen und musikalischen Tonus des Werks und auf die Interpretation der Tänzer einlassen können. Hilfreich sind Gespräche mit dem Choreografen und dem Ausstatter und unbedingt auch ein Gespür für die Bewegungsqualität, das musikalische und tänzerische Timing, bevorzugt durch eine eigene tänzerische Erfahrung erworben. Neben dem bildnerischen ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Vermittler, Seite 70
von Marina Dafova
Eri Iwasaki, Claudio Schellino, wie wird man Ballettmeister?
Claudio Schellino: Ich durch eine Verletzung am Rücken. Damals tanzte ich in Italien. Mit einem Bandscheibenvorfall ist es ja ziemlich schwer, ein guter Tänzer zu bleiben und eine Partnerin zu heben. Zu jener Zeit gab es in der Schule der Mailänder Scala einen Nachmittagskurs, an dem man sich als Tänzer in...
Die Beziehung eines Theaters zur Öffentlichkeit ist nur selten sehr intim. Das Publikumsgespräch nach einer Vorstellung bildet mitunter das Maximum an Nähe zum Zuschauer, die ein Choreograf zulässt. Der Künstler zum Anfassen dient quasi als Bonus-Track dafür, dass bis zum Publikumsgespräch tatsächlich alles getan wurde, damit überhaupt ein Publikum da ist. Denn...
Sie sind ja so diszipliniert, schnurrte es aus den Nachrichten. Bewunderung für die Fähigkeit der Japaner, großes Leid mit äußerer Fassung zu tragen. In die Bewunderung mischten sich bald andere Töne: diszipliniert ja. Aber auch obrigkeitshörig, eigentlich. Ein peinlicher Ausrutscher passierte knapp drei Monate nach der Katastrophe von Fukushima einer...
