Tanz im TV

Die Tanz- und Balletthighlights des Monats im Fernsehen: Peer Gynt, Balanchine und der Carneval von Oruro.

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"Peer Gynt" ist Heinz Spoerli, wie er schreibt, "verschiedentlich begegnet, vor allem im Konzertsaal". Doch erst  «in einem Alter, in dem die eigene Lebensreise schon um einiges fortgeschritten ist», hat sich seinem Eingeständnis zufolge so etwas wie eine "Sehnsucht" entwickelt, "mit dem Medium des Tanzes eigenen Peer-Gynt-Spuren zu folgen".

Herausgekommen ist dabei vor genau zwei Jahren ein abendfüllendes Melodram, das zwar keine neuen Erkenntnisse über den Zürcher Ballettchef zutage fördert, aber doch den "nordischen Faust" vor allem von seiner Schokoladenseite zeigt: Wunderschön anzuschauen, selbst wenn er die Herzen seiner Damen bricht, stets auf dem Sprung von einer existenziellen Erfahrung zur nächsten. Deren gibt es viele, und Marijn Rademaker (Foto), der Gast aus Stuttgart, bewältigt sie allesamt mit Bravour: auftrumpfend à la Cranko im ersten Akt und kraftvoll, von keines Gedankens Blässe angekränkelt im zweiten, der ihn nach Aufenthalten in Marokko und Ägypten zurück nach Norwegen und in die Arme seiner Solveig führt. In der gekürzten Fernseh-Fassung wie in der kompletten DVD-Version (Bel Air Classiques 050) verkörpert Yen Han, die Star-Solistin des Zürcher Balletts, das ...

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Tanz November 2009
Rubrik: Tanz im TV, Seite 44
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