Giant City

Mette Ingvartsen zelebriert die gigantische Stadt und zeigt beeindruckende «evaporated landscapes».

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Man braucht kein kindliches Gemüt, um sich von diesen Spielereien bezaubern zu lassen: Vier Schaumkronen stehen – schneebedeckten Bergspitzen gleich – im kleinen Viereck der Bühne, um die herum wir Platz genommen haben. Eben haben sie noch, als Angriff auf unsere Sehnerven, in dieser irritierenden, nicht einzuordnenden Farbe zwischen rosa, grau und beige geflackert und gezuckt (wahrlich kein Stück für Epileptiker), jetzt ruhen sie majestätisch von innen leuchtend und warten auf unsere Blicke.

Wie eine Hohepriesterin steht Choreografin Mette Ingvartsen am Rand und betätigt die Nebelmaschine: Weißes Trockeneis quillt aus einem dicken, gebogenen Rohr, mäandert um den sich auftürmenden Schaum, und sehr plötzlich schwebt man einen magischen Moment lang über den Wolken.

Der Blick aus dem Flugzeug wird perfekt simuliert. Wir schauen hinab auf die Wolkendecke unter uns, entdecken unterschiedlichste Formationen von Quell- und Schönwetterwölkchen. Die vier Schaumkronen werden zu den schneebedeckten Wipfeln hoher Berge, leuchten uns aus scheinbar weiter Entfernung entgegen, dabei sind wir doch so nah. Je länger wir auf diesen in diversen Strömen dahinfliegenden, schwebenden Himmel ...

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Tanz November 2009
Rubrik: On Tour, Seite 26
von Elisabeth Nehring

Vergriffen
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