Tanz im Mai
Paris
Rencontres chorégraphiques
Reduktion, Verdichtung, absolute Konzentration: «40.000 centimetri quadrati», also vier Quadratmeter betanzt Claudia Catarzi. Das entspricht in etwa der Fläche eines King Size Bed. Oder einer Zelle in einem der Foltergefängnisse dieser Welt.
Was passiert unter welchen Bedingungen mit dem Körper, der Bewegung, der eigenen Wahrnehmung? Für diese Fragen interessiert sich die italienische Choreografin genau wie viele ihrer 28 Kollegen, die bei den «Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint Denis» gastieren. Von Catarzis Minimalismus über Doris Uhlichs Angst-Exploration «Boom Bodies» bis zu Alain Platels Schlachtenpanorama «Nicht schlafen!» (tanz 10/16) erkundet das Festival extreme Zustände – mehr Gegenwartsbewusstsein geht kaum.
Vom 12. Mai bis zum 17. Juni; www.rencontreschoregraphiques.com
Basel
Peer Gynt
Das kann ja heiter werden. Johan Inger, in Basel zum dritten Mal mit einer Uraufführung befasst, bespiegelt im «Peer Gynt» von Henrik Ibsen sich selbst, und das heißt: Nicht nach Marokko, nicht nach Kairo oder gar in die Hallen des Bergkönigs verschlägt es sein Alter Ego, d. h. Frank Fannar Pedersen. Stattdessen macht der nordische ...
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Tanz Mai 2017
Rubrik: Highlights und Kalender Mai 2017, Seite 31
von Red.
Katja Schneider, Sie sind Tanzwissenschaftlerin und Dozentin am Theaterwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München – und Dramaturgin des Festivals «Dance». Für die 15. Ausgabe haben Sie nun ein internationales und fachübergreifendes Symposium konzipiert und greifen im Titel einen Gedanken der französischen Kollegin Laurence Louppe auf:...
Noch auf seine alten Tage in New York geriet George Balanchine ins Schwärmen, wenn er sich der längst vergangenen kulinarischen Hochgenüsse des Jahres 1924 erinnerte: «In Deutschland war das Essen wundervoll. Ich erinnere die billigste Mahlzeit – gekochte Kartoffeln mit Hering und gehackten Zwiebeln. Obendrauf etwas Olivenöl. Dazu wurde Weißbrot gegessen und Bier...
Sie unterrichten in Darmstadt Yoga und Contact Improvisation, kurz CI. Wie kam es dazu? Ich habe als Kind Ballett gemacht, irgendwann aufgehört und mit «authentic movement» begonnen, was eine eher spirituelle Bewegungsarbeit ist. Dann habe ich auf einem Festival in Göttingen CI kennengelernt und fühlte mich sofort darin wohl. Freiheit im Tanz – das wollte ich...
