Talentproben
Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Linbury Theatre im Herzen des Royal Opera House London zu einer Art Anziehungspunkt für Junior-Compagnien und Ballettschüler*innen im Abschlussjahr entwickelt. Im Rahmen einer Initiative des Royal Ballet, die sich zum Ziel gesetzt hat, internationalen Nachwuchs zu fördern, reisen junge Talente aus Kanada, Neuseeland, Frankreich und vielen anderen Ländern an.
In diesem Jahr eröffnete die Jugendcompagnie des Wiener Staatsballetts mit zwölf Tänzer*innen im Teenageralter den Reigen der Showings mit dem Stück «Strauss 2225: Dances for the Future» des kanadischen Choreografen Robert Binet – einem düsteren, einstündigen Ballett anlässlich des 200. Geburtstages von Johann Strauss zu zeitgenössischen, die Klänge des Wiener Komponisten zitierenden und verfremdenden Kompositionen. Das 2025 bei Binet in Auftrag gegebene Ballett mag durchdacht und interessant sein, zelebriert aber weder Jugend noch Enthusiasmus und war daher nicht eben eine ideale Wahl für die Wiener Junior*innen.
Außerordentliche Qualität
Die Royal Ballet School (RBS), die derzeit ihr 100-jähriges Bestehen (tanz 5/26) feiert, gab auf der Open-Air-Bühne von Holland Park im westlichen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August/September 2026
Rubrik: Praxis, Seite 70
von Mike Dixon
Deutschland
On tour
«Tanzende Stadt», das Festival für zeitgenössischen Tanz im öffentlichen Raum, initiiert von der Compagnie Irene K., verwandelt Städte der Euregio in lebendige Freiluftbühnen: Aachen, 14. Aug.; Eschweiler, 28. Aug.; Verviers (B), 5. Sept.; Herzogenrath, 6. Sept.; Lüttich (B), 12. Sept.; Eupen (B), 13. Sept.; www.irene-k.be
Bergisch Gladbach...
Schweiz
FESTIVALS IN ZÜRICH UND GENF
Das «Zürcher Theater Spektakel » leistet sich noch Programme, von denen die Nachbarn im Norden nur träumen können: «Brel» mit Anne Teresa De Keersmaeker und Solal Mariotte (tanz 11/25) hätte man ja ganz gerne in Hamburg oder Berlin zu Gesicht gekriegt. Jetzt muss man halt nach Zürich fahren, wo das Werk auf kleinere, nicht...
WIM VANDEKEYBUS
Fast vierzig Jahre alt und immer noch ein Superknaller: 1987 brachte Wim Vandekeybus «What the Body Does Not Remember» mit seiner Compagnie Ultima Vez erstmals auf die Bühne. Die Fusion von Tanz und Musik erzeugte ein brachialtheatralisches Spektakel, das einer experimentellen Ästhetik den Weg wies: kein Schöntanz, sondern Spiel mit der menschlichen...
