Striptease-Show
Sie sind vierzig Jahre im japanischen Kulturbusiness. Sie haben von Ihrer Arbeit immer als einem Kampf für und um die Kultur gesprochen. Hat sich der Kampf gelohnt? Vielleicht habe ich doch aufs falsche Pferd gesetzt. Ballett kommt aus Europa, aus dem Westen. So sehr Fußball, Basketball oder Volleyball den Menschen im Westen im Blut stecken, so wenig ist uns «Farbigen» das Ballett in die Wiege gelegt worden. Manchmal fürchte ich, dass meine Arbeit umsonst war. Dann bin ich den ewigen Kampf leid und möchte einfach schnell von der Bühne abtreten.
Aber die Konkurrenz wartet nur darauf und verbreitet Gerüchte über meinen angeblich katastrophalen Gesundheitszustand. Aber mir geht es gut. Ich sitze weder im Rollstuhl, noch liege ich im Krankenhaus. Das Tokyo Ballet gehört zu den besten Truppen der Welt. Aber gehen Sie in Japan mal hin und verkünden unseren großen Erfolg, dann heißt es sofort, der sei nur mit viel Geld erkauft. Hier liebt man es einfach, dem anderen einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Das habe ich mehr als genug erfahren. Eigentlich gebührt uns viel größere
Popularität.
Immerhin wurde das Tokyo Ballet 2006 zum ersten Mal in Japan ausgezeichnet und zwar mit dem ...
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