steve paxton

Ein Wiedersehen nach vielen Jahren: Der Doyen des Postmodern Dance und Pionier der Kontaktimprovisation gab sich in Berlin die Ehre. Anlass für eine Inventur seines Werks

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Er ist eine zentrale Kultfigur des amerikanischen Postmodern Dance: Steve Paxton gehört – gemeinsam mit so namhaften Kollegen wie Yvonne Rainer – zu den Gründern der beiden künstlerisch wohl innovativsten und zugleich politisch aktivsten Performance-Kollektive der Vereinigten Staaten. Das 1962 ins Leben gerufene Judson Dance Theater war ebenso wie die 1970 folgende Grand Union ein freies und demokratisch organisiertes Ensemble. Die theatralen und minimalistischen Performances beider Gruppierungen gingen, genau wie ihre Improvisationen, in die Tanzgeschichte ein.

Damit steht Paxton unweigerlich als Repräsentant für eine der schillerndsten Phasen in der Entwicklung des westlichen Bühnentanzes – eine Ära, deren kollektive Arbeitsweisen und sozial reflektierte Bewegungs- und Performance-Kultur bis heute sowohl ästhetisch als auch politisch nachwirkt.

Nur von historischem Interesse?

Hierzulande ist Paxton, den der englische Tanzwissenschaftler Ramsay Burt als einen der bedeutendsten Tanzkünstler der letzten 40 Jahre bezeichnet, vor allem als historische Tänzerfigur bekannt. Der immer noch aktive Improvisations-Tänzer Paxton gerät darüber ins Abseits. Bis heute erforscht der inzwischen ...

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Tanz Oktober 2013
Rubrik: menschen, Seite 16
von Sabine Huschka

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