Soc. Raffaello Sanzio mit «Hey Girl!»
«Am Ende», heißt es im Programmheft des steirischen herbst in Graz, «wird es eine Art Tanz gewesen sein», das Stück «Hey Girl!» von Romeo Castellucci, Kopf der Socìetas Raffaello Sanzio, das im ersten Programm der neuen herbst-Intendantin Veronica Kaup-Hasler uraufgeführt wurde. Am Ende, werden wir sagen, war es eine waschechte Choreografie mit Tanzelementen. Kein «postdramatisches Theater».
Stimmungsvoller Bühnennebel durchwabert den düsteren Dom im Berg unter dem Uhrturm, dem Grazer Stadt-Wahrzeichen. Im Dunst steht die Zeit still.
Ein Metalltisch unter einer Leuchtstoffröhre, darauf ein unförmiger Haufen. Schlachter- oder Gummireste? Es rührt sich etwas in der Stille auf dem Tisch, ein zäher Teig beginnt zu fließen, Körperteile platschen auf den Boden. Da entpuppt sich ein Alien: eine junge, blonde Frau, die sich zu einem Spiegel, in T-Shirt und Jeans, hinter ein auf dem Boden liegendes Schwert schleppt. Das Schwert ist heiß, es lässt Wasser verdampfen und versengt einen Stoff, der der schönen Frau zum Umhang wird. Die Kreuzritterin wird das Schwert auch selber spüren, wenn die schwarzhäutige Geisterfrau es ihr durch ihre großen, schwarzen Nachtfalterflügel stößt.
Vielleicht ...
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