Soa Ratsifandrihana «Fampitaha, fampita, fampitàna»

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Bei diesem Titel könnte man auf den ersten Blick an eine liebliche Südseemelodie denken. In Wirklichkeit handelt es sich bei «Fampitaha, fampita, fampitàna» um einen Zungenbrecher, der in Malagasy, der Amtssprache Madagaskars, die Begriffe «Vergleich», «Weitergabe» und «Wettstreit» bezeichnet. Mit ihnen will Soa Ratsifandrihana ihre Erfahrungen zum Ausdruck bringen – damit, wie Menschen, die, einmal als Migrant*innen fern der Heimat gestrandet, versuchen, ihren Platz in der Welt neu zu definieren.

Und die «von sich in ihrer eigenen Sprache sprechen, um diese nicht zu vergessen».

Der Musiker Joël Rabesolo ist ein Migrant der ersten, die Tänzer*innen (Audrey Merilus, Stanley Ollivier und Soa Ratsifandrihana selbst) sind Europäer*innen der zweiten oder dritten Generation. Und was ist nun ihre Sprache? Der pompöse Hoftanz in billigen Kostümen, die geradewegs aus einem Mantel-und-Degen-Film stammen könnten?

Chaotische Sprünge? Oder vielleicht ein Derwisch-Tanz? Der bunte Auftakt scheint diese Frage tänzerisch und musikalisch unmissverständlich zu stellen. In einem kurzen, komischen Zwischenspiel bringt Ratsifandrihana ein fiktives Antidepressivum ins Spiel, als Heilmittel gegen ...

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Tanz August/September 2024
Rubrik: Tanz im August, Seite 17
von Pieter T’Jonck

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