Shantala Shivalingappa
Shantala Shivalingappa ist überall. Bei ihrer Familie in Paris, in den Workshops ihres Meisters Vempati Chinna Satyam in Madras, im Sprechtheater bei Peter Brook, im Tanztheater der Pina Bausch und natürlich im Kuchipudi. Zu ihren Freunden gehören die Besten einer Künstlerszene, in der sich – von Wuppertal bis zum Indischen Ozean – die Kulturen mischen Bei Bartabas meisterte sie den Rücken der Pferde, und natürlich ist sie in indischem Gesang ausgebildet. Das traditionelle rhythmische System namens Tala ist ohnehin Grundlage des Kuchipudi.
Und wer es nicht beherrscht, braucht’s in Indien mit dem Tanzen gar nicht erst versuchen. Genug Können, um auf Künstlerwolke sieben den profaneren, weniger liebenswürdigen Schauspielen der Menschheit zu entschweben. Doch die Tänzerin liest Chomsky und englische Wirtschaftsmagazine. Ihr Bruder wurde Informatiker und schätzt den Tanz als Zuschauer. Da Shantala keiner Kompanie fest verbunden ist, scheint sie auch in ihrem Leben keinen geografischen Schwerpunkt zu setzen. Sodass sie nicht nur überall, sondern überall zugleich zu Hause ist.
Ihren Tanz lebt sie wie ihr Leben, mit klaren Zielen, aber völliger Freiheit. Das sieht, wenn sie Kuchipudi als ...
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... und andernorts. Je mehr man sich in die Märchenwelt seiner Kindheit vertieft, desto weniger vertraut erscheint sie. Die Erinnerung trügt, und nicht eine einzige Figur verhält sich so, wie wir’s aus Grimms Geschichten kennen. Selbst das Böse, von Masa Kolar kraftvoll verkörpert, ist nicht mehr das, was es war, und verkehrt sich zeitweilig ins Gegenteil....
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