shantala shivalingappa
Shantala Shivalingappa lebt im XV. Pariser Bezirk, einem beschaulichen Wohnviertel, das von touristischen Attraktionen weitgehend verschont geblieben ist. Dennoch ist sie nicht unbedingt eine Pariserin. Wäre sie ein Kind des konsum- und arbeitsbesessenen Westens, könnte man die zierliche Demoiselle aus Madras für einen klassischen Workaholic halten. Ruhe findet sie eigentlich nur, wenn sie sich in ihre Heimat Indien absetzt.
Im März hat sie es gerade noch geschafft, auf dem Subkontinent aufzutanken, aber jetzt tourt sie wieder durch Europa, vor allem mit «Play», ihrem Duo mit Sidi Larbi Cherkaoui. Fast gleichzeitig ist sie auch mit dem Tanztheater Wuppertal in «Néfes» und «Bamboo Blues» unterwegs, außerdem geht «Nineteen Mantras» auf Reisen, ihre erste eigene Choreografie, in der sie nicht selber tanzt. «Das ist etwas ganz Neues für mich.» Die künstlerische Leitung dieses Melting-Pot aus Ballett, Akrobatik und indischer Tradition teilt sie sich mit dem italienischen Theaterregisseur Giorgio Barberio Corsetti. «Nineteen Mantras» entstand Anfang dieses Jahres im Piccolo Teatro von Mailand und wurde im MAXXI-Museum in Rom uraufgeführt. Von dieser Erfahrung und weiteren Plänen ...
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Tanz Juli 2012
Rubrik: menschen, Seite 29
von Thomas Hahn
Zunächst einmal muss ich Ihnen sagen, dass Ihr Intendant nicht mit einer unzulässigen Anfrage an Sie herangetreten ist. Allerdings ist die Regelung im NV Bühne, auf die er sich bei seinem Vorgehen stützen kann, erst zum 1. Januar 2003 in Kraft getreten und deshalb noch nicht so bekannt. In § 61 Abs. 3 Unterabs. 3 NV Bühne wird Folgendes bestimmt:
«Besteht das...
Die Zeichen standen auf Neubeginn. Der Krieg war entschieden, die Machtpole jus-tiert, und die Deutsche Demokratische Republik schien angetreten, das Gleichheitsversprechen des Marxismus-Leninismus in alle Lebensbereiche einzupflanzen. Die sogenannte Laienkunst war den Funktionären der SED dabei von Anfang an ein großes Anliegen. «Künstlerische Betätigung für...
Sprichwörter aus anderen Kulturen können manchmal recht befremdlich wirken. So titelt Christian Rizzo lieber gleich auf Türkisch: «Sakinan Göze Çöp Batar».
Woran würden wir auch denken, wenn es auf Deutsch hieße: «Das Auge, das du schützen willst, wird durchbohrt werden»? Klingt wahlweise nach Altem Testament oder PKK. Dabei lautet die Botschaft: «Klammere dich...
