Schöne Kämpfe

Die Martial Arts sind vollendeter Tanz. Der Tanz selber sucht Sinn zunehmend im Kampf. Eine Reportage zwischen Kino und Kampfatelier.

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Zwei schwitzende Körper im Clinch. Kicks und Sprünge. Ausweichmanöver. Hebungen. Einer stützt sich auf den anderen, stößt sich ab, wird aufgefangen, abgeworfen, rollt sich ab und steht wieder auf. Das Gegenüber wartet schon. Nächste Runde. Zweikampf oder Paartanz? Immer ein bisschen von beidem. Eine Mischung aus Pragmatismus und Hingabe.

Tanz und Kampf sind Geschwister mit unterschiedlichem Temperament. Der eine ist so stark auf die Form konzentriert, dass er den praktischen Boden unter den Füßen verliert.

Dem anderen, von der Waffentechnik eingeholt, ist der praktische Nutzen abhandengekommen. Auch ihm bleibt nur die perfekte Form. Einst kommandierten sie getrennte Gebiete; doch mit der Zeit verwischen sich die Grenzen. Welcher der beiden ist durchsetzungsfähiger? Der sich dem Gelände am besten anpasst. Aber dazu brauchen sie einander … Als die Neuzeit den Nahkampf abschaffte, blieb der Kampfkunst zum Überleben nur die Kunst. Dabei entdeckte sie: ihre Nähe zum Ballett.

Im Haus der tanzenden Schwerter

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Tanz Februar 2009
Rubrik: Kriegstänze, Seite 10
von Katja Werner

Vergriffen
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Roberto Bolle an der Scala


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