salzburg: peter breuer «marie antoinette»
Salzburg ist eine wunderliche Stadt. Während im Sommer die – derzeit bekennend restaurativen – Festspiele herrschen und die «sommerszene salzburg» stets dezidiert anderes dagegensetzt, zeigen sich unter dem Jahr lokale Blüten, die ihre festen, begeisterten Abnehmer haben. Seit 1991 ist Peter Breuer der Motor des 16 Tänzer und Tänzerinnen zählenden Balletts am kleinen Landestheater. Mit einer großen Produktion und einer Gala im Haus sowie einer weiteren Produktion an einer Off-Spielstätte kommt das Ensemble auf rund 30 Abende pro Spielzeit.
Breuers jüngste Kreation gilt der historischen Figur Marie Antoinette, und so zeitgemäß und sympathisch der Choreograf beim Einführungsgespräch vor der Uraufführung auch tönen mag – die Inszenierung löst das leider nicht ein. Der Ballett-Regisseur will sich dem Stoff ganz heutig nähern, dafür hat er sich sowohl bei einschlägigen Neuverfilmungen als auch in der jüngeren Forschungsliteratur kundig gemacht und zudem Stefan Zweigs schon 1932 erschienene, maßstabsetzende Biografie der französischen Königin herangezogen.
Von prozesshaftem Arbeiten mit seiner Dramaturgin spricht der ehemalige Solotänzer, von Videozuspielungen und nächtlichem Skypen ...
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Tanz Februar 2013
Rubrik: kalender, Seite 48
von Andrea Amort
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