«Sacred Monsters» mit Sylvie Guillem und Akram Khan
Der Mann weiß, was – oder besser: wer – Erfolg bringt. Akram Khan sucht sich stets große Namen aus. Für seine Sets haben Turner-Preisträger wie Anish Kapoor und Antony Gormley gezeichnet, für seine Musik Komponisten wie Nitin Sawhney, und bei den Texten hilft auch mal der Erfolgsschriftsteller Hanif Kureishi. Der Brite bengalischer Herkunft setzt auch auf die Stars der Tanzszene. In «Zero Degrees» stand er zusammen mit Sidi Larbi Cherkaoui auf der Bühne.
Jetzt hat er sich die Starballerina Sylvie Guillem angelacht, und kein Geringerer als Lin Hwai-min hat für sie in «Sacred Monsters» ein Solo choreografiert.
Bei so viel Prominenz waren die Erwartungen zur Uraufführung im Londoner Sadler’s Wells hochgesteckt – und wurden nicht enttäuscht. «Sacred Monsters» ist ein schönes Stück, ein sehr persönliches Werk, wenn auch die Duette, die Akram Khan für sich und Sylvie Guillem schuf, choreografisch nicht an Sylvies Solo von Lin Hwai-min herankommen.
Monstres sacrés – der Name galt im 19. Jahrhundert solchen Bühnenstars wie Sarah Bernhardt oder Eleonora Duse und markiert das Aufkommen von Ikonen in Kunst und Sport, die wie kleine Götter verehrt wurden. Hundert Jahre später perfektioniert ...
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